Das Ensemble Holzbiig und der Sprecher Peter Schweiger trugen am Sonntag in beeindruckender Weise Melodramen vor. Der Titel des Programms, «Liebe & Tod», liess bereits erahnen, dass es sich dabei nicht um leichte Kost handelte. Bild Hans Ueli Kühni
Das Ensemble Holzbiig und der Sprecher Peter Schweiger trugen am Sonntag in beeindruckender Weise Melodramen vor. Der Titel des Programms, «Liebe & Tod», liess bereits erahnen, dass es sich dabei nicht um leichte Kost handelte. Bild Hans Ueli Kühni

Dies & Das

Worte mit Musik verbunden

Das Ensemble Holzbiig nahm sich für die neusteVortragsreihe Grosses vor. Zusammen mit dem Gastsprecher Peter Schweiger bewiesen die Künstler am Sonntag in Schindellegi, dass sie auch Melodramen meisterlich beherrschen.

Melodramen seien die Verbindung des gesprochenenWortes mit Klavier oder Orchester – so steht es in der Programmbroschüre des Ensembles Holzbiig für seine neuste Aufführung «Liebe & Tod – Melodramen », die am Sonntag bei Konzertbeginn auflag. Gleich beim ersten Stück «Schön Hedwig» von Robert Schumann, zu dem der Gastsprecher Peter Schweiger den Text aus der Feder von Friedrich Hebbel rezitierte, bekamen die Besucher die Hochs und Tiefs dieser Kunstrichtung zu hören. Einmal laut, donnernd und aufbrausend klang des Sprechers Stimme, dann wieder weich und sanft, und immer an passender Stelle setzten die acht Musiker unter Leitung von Sabine Gertschen musikalische Akzente und Höhepunkte.

Gedichte und Melodien

Das anspruchsvolle Gedicht «Der traurige Mönch» von Nicolaus Lenau begleiteten die Musiker wiederum einfühlsam mit der Melodie von Franz Liszt, doch richtige Dramatik kam dann beim «Hexenlied» auf, bei dem ein Gedicht von Ernst von Wildenbruch mit der Musik von Max Schillings verschmolz. Hierbei entfaltete der erfahrene Sprecher sein ganzes Können. Man spürte, dass ihm insbesondere Werke liegen, die zwischen Musik und Szene angesiedelt sind, eben die Melodramen und Musiktheater. Natürlich kam ihm dabei auch seine lange berufliche Erfahrung als Schauspieler und Theaterdirektor an namhaften Bühnen zugute.

Viel Ausdruckskraft

Beim Stück «Der Witwer und der Tatzelwurm» (Musik Emilius Erhardt, Text Rudolf Baumbach) wurde es dann wieder ruhiger. Es gab viel zu Schmunzeln beim Hören der Geschichte vom Witwer, der bei Frauen im heiratsfähigen Alter heiss begehrt war, selber aber keine Lust hatte, sich noch einmal in die Höhle des Drachen zu begeben. Das Ensemble Holzbiig und der Sprecher Peter Schweiger trugen die von Sabine Gertschen arrangierten Werke mit starker Ausdruckskraft vor und erhielten dafür von den zahlreich erschienenen Besuchern grossen Applaus.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

07.04.2014

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schwyzkultur.ch/2VkUgr