The Black Barons begeisterten mit modernem Rockabilly. Bilder Rahel Hefti
The Black Barons begeisterten mit modernem Rockabilly. Bilder Rahel Hefti
Roger & the Wild Horses brachten Südstaatenfeeling in den Maihofsaal.
Roger & the Wild Horses brachten Südstaatenfeeling in den Maihofsaal.

Musik

Ein Hauch von Nashville

Nie war ein Trip nach Nashville günstiger und schneller: Am Samstag fand der erste Country- Event in Schindellegi statt und lockte Country-Fans aus der ganzen Schweiz in den Maihofsaal.

Neue Events schiessen heutzutage wie Pilze aus dem Boden, und nur wenige dieser Veranstaltungen scheinen auch wirklich eine Daseinsberechtigung zu haben. Als das erste Country-Event in Schindellegi von den Veranstaltern Andy Gebert und Roger Kälin angekündigt wurde, fragte sich vermutlich manch einer: Braucht es das? Die Antwort ist klar: Ja.

Besucher aus der ganzen Schweiz

«Uns sprengt es die Bude», stellte Kälin fest, noch bevor die erste Band die Bühne betreten hatte. Bereits im Vorverkauf konnten dreimal mehr Tickets verkauft werden als ursprünglich geplant, und man lockte Country-Freunde aus der ganzen Schweiz an: «Wir verkauften Tickets bis nach Zug und Basel.» Dass sich der Weg nach Schindellegi lohnte, zeigte ein Blick auf das starke Line-up sowie die Rahmenunterhaltung mitsamt Linedance-Workshop von Jenny Genner und grosser Festwirtschaft auf dem Aussenareal.

Johnny Cash und Elvis Presley

Als erste Band des Abends betrat die Rockabilly-Band The Black Barons die Bühne, und als sie ihr Set letztlich mit einer genialen Coverversion von Carl Perkins’ «Blue Suede Shoes» beendete, war jedem klar: Die Messlatte war hoch angesetzt. Nichtsdestotrotz vermochten die nachfolgenden Roger & the Wild Horses die Erwartungen zu erfüllen. Die Band von Roger Leuenberger, auch bekannt als «Elvis von Schindellegi», wärmte das Publikum unter anderem mit Songs von Elvis Presley und Johnny Cash für die letzte Band Tennessee auf. Diese rundete den abwechslungsreichen Anlass mit schnörkelloser Countrymusik ab.

Zukunft noch offen

Alleine der Besucherandrang bewies, dass der Country-Event zweifellos eine Lücke im hiesigen Kulturangebot schliesst. Ob es eine Fortsetzung gibt, steht zurzeit aber noch in den Sternen. Doch Kälin gibt Hoffnung: «Ich würde es gerne wieder machen.» Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass er damit nicht alleine dasteht.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.04.2012

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www.schwyzkultur.ch/8nAd1u