Die New Harlem Ramblers sind auch nach 46 Jahren Bühnenpräsenz des Musizierens noch nicht müde. Bild Louis Hensler
Die New Harlem Ramblers sind auch nach 46 Jahren Bühnenpräsenz des Musizierens noch nicht müde. Bild Louis Hensler

Musik

New Harlem Ramblers swingten im Maihof-Saal

Die feine Art des Dixielands war am Freitag in Schindellegi zu hören. Mit den New Harlem Ramblers verpflichtete die Kulturkommission Feusisberg ein Schweizer Spitzenorchester.

Die sieben Musiker haben auf ihrem langen musikalischen Weg Spuren hinterlassen. Sie feierten schon in den 1950er- und 1960er-Jahren Erfolge und schlossen sich 1969 zu den New Harlem Ramblers zusammen. Inzwischen stehen sie seit rund 46 Jahren auf der Bühne. So ist es denn nicht verwunderlich, wenn Klarinettist und Moderator Nic Engler im Publikum bekannte Gesichter ausmachte, die er angeblich schon 1950 gesehen hat. Die sechs Musikerkollegen Heinz Bühler, Rolf Treichler, René Bondt, Vincenc Kummer, Rolf Bänninger und Gast Ruedi Morgenthaler bewiesen zusammen mit Engler schon mit dem ersten Stück «At the Jazz Band Ball», dass sie ein eingespieltes Team sind. Ihr Programm ist Routine. Schon nach den ersten Stücken begann der Maihof-Saal leicht zu vibrieren.

Musikalisch und kulinarisch

Auch wenn die Herren schon ein bisschen in die Jahre gekommen sind, ist ihre Musik noch immer fetzig und beschwingt. Die Solis sitzen, und der Drive der Musiker ist bemerkenswert. Manch Junger könnte sich ein Stück davon abschneiden. Alles in allem: ein Leckerbissen von Dixie, Swing und Evergreen. So unter anderem auch der Klassiker «Bei mir bist Du schön», bei dem Posaunist Rolf Treichler seine gesanglichen Qualitäten ein erstes Mal unter Beweis stellte.

Witz und Charme

Mit Witz und Charme wurden die Stücke von Nic Engler angesagt. «Bei uns stehen die Akademiker nicht nur auf der Bühne, sie sind auch im Repertoire», meinte er in seiner Ansage für das Stück «Dr. Jazz». Auch die Kulturkommission liess sich nicht lumpen und beschenkte das zahlreich erschienene Publikum mit einem rassigen Jambalaya – einem feinen Reisgericht aus New Orleans, der Wiege des Jazz. Das Publikum goutierte das Angebot aus toller Musik und Festwirtschaft mit kräftigem Applaus.



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Louis Hensler)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.04.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/Em2bvV