Gastieren mit dem Circus Knie in Brunnen: (von links) René Rindlisbacher und Sven Furrer stürmen die Zirkusmanege. Bild Circus Knie
Gastieren mit dem Circus Knie in Brunnen: (von links) René Rindlisbacher und Sven Furrer stürmen die Zirkusmanege. Bild Circus Knie

Bühne

«Edelmais» setzt zum Heimspiel an

Das Schweizer Komikerduo Edelmais gastiert am 10. und 11. November zusammen mit dem Circus Knie in Brunnen. Für René Rindlisbacher und Sven Furrer fast ein Heimspiel, denn vor genau einem Jahr haben sie sich hierher zurückgezogen, um an ihrem Programm 2012 zu arbeiten.

Mit René Rindlisbacher sprach Ladina Cattaneo

Sie haben zusammen mit Sven Furrer vor genau einem Jahr in Brunnen an Ihrem neuen Programm gearbeitet. Waren die Brunner eine Inspiration?

«In Brunnen fiel der Startschuss für das Programm 2012 ‹Gymi 5›, welches am 1. März Premiere feiert. Zudem war das Programm für die Knie-Vorstellungen ein Thema. Inspirierend war der Aufenthalt in Brunnen insofern, dass wir erkannt haben, wie gut die Leute hier auf unseren Humor reagieren.»

Wie kamen Sie denn gerade auf die Destination Brunnen?

«Timo Konietzka ist ein sehr guter Freund von mir. Und wir dachten, dass Brunnen sicherlich genügend Ruhe bieten wird, damit wir aktiv an unserem Programm arbeiten können. In Tat und Wahrheit sind wir aber schnell unter die Leute gekommen, was zu sehr langen Nächten geführt hat. Zudem kenne ich Brunnen, weil ich am 1. August jeweils das Feuerwerk vom Boot aus geniessen darf.»

Somit kann man beim bevorstehenden Auftritt ja fast von einem Heimspiel sprechen?

«Das ist definitiv so. Mit ‹Edelmais› hatten wir ja bereits in Altdorf das Vergnügen, vor einem tollem Publikum zu spielen. Das freut uns natürlich insofern, dass wir offensichtlich nicht nur in unserer Gegend, sondern auch auf dem Land gut aufgenommen werden. Wir freuen uns jedenfalls auf die Vorstellung mit dem Circus Knie in Brunnen.»

Wie viele Nummern präsentiert «Edelmais» im Circus Knie pro Vorstellung?

«Insgesamt stehen wir sechs Mal pro Abend im Sägemehl. Wir sind also insgesamt rund 30 Minuten im Einsatz.»

Was darf der Zuschauer erwarten?

«Wir leihen beispielsweise zwei Tieren unsere Stimme, und sicherlich darf man auf Alfonso zählen, welcher mit dem Direktor in Clinch gerät. In Aktion tritt zudem der Tierlimoser mit seiner einzigartigen Art, Geschichten zu erzählen. Insgesamt zeigen wir einen bunten Querschnitt durch unser Repertoire.»

«Edelmais» absolviert während der Circus-Knie-Tournee 2011 in der Deutschschweiz rund 250 Vorstellungen – teilweise drei Mal pro Tag. Wie anstrengend ist das?

«Bei uns ist die Anstrengung kein grosses Thema. Wir streiten uns in der Manege ja einfach ein wenig. Zudem reisst einen das Publikum förmlich mit, sodass die Auftritte jeweils extrem stärkend und motivierend sind. Das Thema Anstrengung spielt bei den Akrobaten sicherlich eine viel grössere Rolle, weil diese Abend für Abend eine enorme körperliche Leistung vollbringen.»

Das Zirkusleben stellt man sich ja ungemein romantisch vor. Wie sieht es in der Realität aus?

«Das Zirkusleben ist zu einem Teil romantisch, ja. Man kann eigentlich schon sagen, dass mit dem Zirkus ein Dorf auf Reisen ist. Fakt ist aber natürlich, dass man sich an die vielen unterschiedlichen Menschen schnell gewöhnt. Und es ist natürlich nicht so, dass man jeden Abend zusammensitzt und ein Feuer macht.»

Haben Sie sich schnell integrieren können?

«Für Sven war es sicherlich etwas einfacher, weil er seine ganze Familie mit auf die Zirkus-Tournee genommen hat. Durch den Kontakt der verschiedenen Kinder untereinander lernen sich die Eltern natürlich auch schneller kennen. Für mich war das etwas anders, weil ich mich von Beginn weg auf die Erwachsenen konzentrieren musste. Und da gab es praktisch nur die ukrainischen Tänzerinnen. Tja, da musste ich durch.»

Sie haben momentan ja viel mit Akrobaten zu tun. Wird «Edelmais» künftig vermehrt Körpereinsatz leisten?

«Für akrobatische Einlagen braucht es gewisse körperliche Voraussetzungen, und diese hat Sven einfach nicht. Daher sind wir konsequent und lassen das mal bleiben. Es könnte hingegen aber durchaus sein, dass das Publikum ukrainische Wortfetzen zu hören bekommen wird.»

Wie gefällt Ihnen eigentlich das Nomadenleben im Wohnwagen?

«Ich empfinde es als sehr spannend und bereichernd, eine Zirkustournee mitzumachen. Dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass das Knie- Programm beim Publikum extrem gut ankommt und so eine einzigartige Stimmung herrscht. Zudem gewöhnt man sich erstaunlich schnell ans Reisen. Auf die Dauer gesehe

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

08.11.2011

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www.schwyzkultur.ch/iLs74R