David Bröckelmann parodiert in Einsiedeln.
David Bröckelmann parodiert in Einsiedeln.

Bühne

«Hüppi ist meine Lieblingsfigur»

Das Festival «Let's fetz» in der Reithalle Einsiedeln dauert erstmals zwei Tage. Angesagt sind am Freitag Comedy und am Samstag verschiedene Bands. David Bröckelmann tritt am 29. April als Comedian auf

Urs Gusset: David Bröckelmann, was fällt Ihnen beim Stichwort «Einsiedeln» ein?

David Bröckelmann: Einsiedler passt gut zu meinem Soloprogramm. Stille, Abgeschiedenheit gehört auch zu einem Schauspieler und Solisten. Einsiedeln ist bekannt wegen des Klosters, der tollen Bibliothek, aber auch wegen des Welttheaters.

Welche Beziehung haben Sie zu Einsiedeln?

Ich war sicher auch schon hier, weiss aber nicht mehr wann, eventuell sogar mit dem Theater 58.

Einsiedeln gilt als Kulturhochburg des Kantons Schwyz.Beim Musikfestival «Let's Fetz» werden erstmals Comedy und Musik kombiniert. Was halten Sie von dieser Idee?

Musik und Comedy passen sehr gut zusammen und konkurrenzieren sich nicht. Sie ergänzen sich und öffnen Geist und Verstand. Auch in meinem Programm gibt es Live-Musik.

Wieso treten Sie am Freitag in Einsiedeln auf?

Das weiss ich nicht, da müssen Sie mein Management fragen. Es wird aber sicher lustig.

Mit Abt Martin Werlen hat Einsiedeln eine bekannte Persönlichkeit. Könnten Sie sich vorstellen, ihn zu imitieren oder parodieren?

Ich müsste ihn sprechen hören und ihn studieren. Eine Person, die ich in mein Programm aufnehme, muss mir liegen. Der Walliser Dialekt ist schwieriger als man denkt. Ich habe Respekt vor Dialekten. Dass er ein Würdenträger ist, wäre kein Problem.

Sie treten in Einsiedeln mit Ihrem Soloprogramm «Dr. Klapp hat Hunger – oder warum man bei Wissensdurst essen muss» auf. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher in der Reithalle Einsiedeln?

Ich spiele einen Wissenschaftler der etwas anderen Art. In dieser speziellen Welt treffen sich Hakan Yakin, Christian Gross und Matthias Hüppi, mischen sich Kurt Aeschbacher oder Pascal Couchepin ein.

Welches ist Ihre Lieblingsfigur?

Matthias Hüppi, weil sein persönliches Feedback sehr gut ist. Er kann damit umgehen. Er weiss, dass seine Figur überzeichnet ist, ich eine Parodie auf ihn mache. Bei mir wird niemand verarscht. Ich habe Respekt vor allen. Matthias Hüppi und Kurt Aeschbacher können damit am besten von allen umgehen.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Figuren aus?

Sie wählen mich aus! Eine Figur, die mir liegt, springt mir ins Auge. Sei es am Fernsehen oder im Zug.

Hatten Sie schon persönlich Kontakt mit einer Ihrer Figuren?

Mit Matthais Hüppi bin ich essen gegangen, und er ist in eine meiner Vorstellungen gekommen. Kurt Aeschbacher hat mich in eine seiner «Aeschbacher-»Sendungen eingeladen. Ich muss eine Person jedoch nicht persönlich kennen, um sie imitieren zu können.

Einem breiteren Publikum sind Sie dank Ihrer Auftritte in der TV-Sendung «Giacobbo/Müller» bekannt. Wie reagieren die Leute auf der Strasse auf Ihre Auftritte am TV?

Nicht sonderlich gross, ab und zu gibt es ein Kompliment.

Welchen Stellenwert hat Comedy innerhalb der Unterhaltungsbranche in der Schweiz?

Einen grossen, aber nicht nur in der Schweiz, sondern generell im deutschsprachigen Raum. Die Leute wollen die Alltagssorgen vergessen.

Steckbrief

Vorname: David

Name: Bröckelmann

Jahrgang: 1972

Wohnort: Binningen

Beruf: Schauspieler

Hobbys: Holzspalten,
Fussball und Spazieren

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

29.04.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/EwR73Q