Die Proben in Erstfeld laufen seit Mitte April: Die Inszenierung an der Neat-Eröffnung verspricht ein grosses Highlight zu werden. Bild pd
Die Proben in Erstfeld laufen seit Mitte April: Die Inszenierung an der Neat-Eröffnung verspricht ein grosses Highlight zu werden. Bild pd

Bühne

Junge Schwyzerinnen tanzen am Gotthard

Eine grosse Inszenierung mit 600 Darstellern umrahmt die Gotthard-Basistunnel- Eröffnung. Auch Theri-Schülerinnen und Mitglieder der Dance Company wirken mit.

Professionelle Musiker, Artisten, Choreografen und mittendrinTheri-Schülerinnen. «51 Schülerinnen und Lehrpersonen wirken an der Inszenierung bei der Neat-Eröffnung mit», freut sich Rita Kälin. Kälin, die am Welttheater in Einsiedeln schon zweimal Regieassistentin von Volker Hesse war, wurde direkt vom bekannten Regisseur angefragt. «Ich habe sofort gedacht, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, die Schülerinnen in dieses einmalige Projekt einzubinden.»

Dämonen und Bauarbeiter

Das ist ihr gelungen: Anstelle des regulären Bühnenprojekts der Fachmittelschule im Theri proben die Schülerinnen seit Mitte April in Erstfeld. «Geprobt wird an Abenden und an den Wochenenden. Insgesamt werden es etwa 200 Stunden sein, die die Schülerinnen in das Projekt investieren», so die Einsiedlerin. Sind darüber alle froh? «Die Stimmung ist momentan noch gemischt, da der Aufwand doch ziemlich gross ist.» Aber sie sei überzeugt, dass, sobald sich die Puzzleteilchen von den vielen Proben zusammensetzten, alle Schülerinnen begeistert seien. «Das ist eine einmalige Sache, und die Inszenierung ist fantastisch und monumental», schwärmt Kälin in den höchsten Tönen. Die Schülerinnen übernehmen verschiedenste Rollen. «Zum Beispiel Dämonen oder auch Bauarbeiter, die im Gotthardtunnel arbeiten.» Gesprochen wird nicht – das Stück lebt vomTanzen und von der Akrobatik. Die Inszenierung zu beschreiben, sei schwierig. «Man muss es sehen, um sich etwas darunter vorstellen zu können», sagt Kälin geheimnisvoll.

«Bewegt die Schweiz»

Auch Tänzerinnen der Seebner Dance and Show Company von Sonja Bolfing sind dabei. Dies als einzige Tanzschule ausserhalb des Kantons Uri – «eine Ehre», freut sich Bolfing. Vanessa Infanger ist eine der elf Tänzerinnen, die derzeit oft fürs Proben nach Erstfeld reisen. «Es ist wirklich super, und ich geniesse es», sagt die Goldauerin. Es sei toll, die Chance zu haben, mit professionellen Choreografen zusammenzuarbeiten. «Es ist ein Projekt, das die ganze Schweiz bewegt, und wir lernen viel dabei.»

Bote der Urschweiz (Laura Inderbitzin)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

20.05.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/tGPCF6