Dank dem Projekt kulturON kann man durch die Vielfalt des Schwyzer Kulturschaffens klicken und auch Werke erwerben. Bild: PD
Dank dem Projekt kulturON kann man durch die Vielfalt des Schwyzer Kulturschaffens klicken und auch Werke erwerben. Bild: PD

Bühne

Film

Volkskultur

Dies & Das

Kunst & Design

Literatur

Musik

«Das haben wir nicht erwartet»

Das Projekt kulturON ersetzt nicht das Kulturwochenende. Mit 340 Beiträgen ist es aber fast ebenso vielfältig.

Mit Sara Jäger sprach Silvia Camenzind

Silvia Camenzind: Das diesjährige Kulturwochenende ist auf den 22. bis 24. April 2022 verschoben. Erst dann findet die sechste Ausgabe statt. Überbrückt wurde in diesem Jahr mit «kulturON». Wie kam das Online-Projekt zum Thema «Dazwischen» an?


Auf diese und weitere Fragen antwortet Sara Jäger, Präsidentin des Kulturwochenendes: Auf der Plattform kulturON kann man lange stöbern.

Hätten Sie gedacht, dass so viele Kulturschaffende mitmachen?

Als wir uns kurzfristig für ein Zwischenprojekt entschieden haben, sagten wir uns im OK, mit 50 Beiträgen sind wir zufrieden. Nun kamen über 340 zusammen. Die Freude darüber ist gross, das haben wir nicht erwartet.

Überraschend viele Kulturschaffende aus der Sparte Bildende Kunst haben mitgemacht. Ersetzt das ein wenig die Atelierbesuche, die in diesem Jahr ausfallen?


Wir erhielten überwiegend Beiträge aus der Bildenden Kunst. Sie macht geschätzt 90 Prozent der Beiträge aus. Das Projekt kulturON eignet sich aber für Beiträge aus allen Sparten. Der Aufwand für einen Beitrag ist unter den verschiedenen Sparten aber sicherlich sehr unterschiedlich.

Sind die Kunstschaffenden froh um die Plattform, gerade jetzt während der Pandemie?


Mit einigen hatte ich direkten Kontakt. Die Plattform kulturON kommt gut an. Wir bedauern, dass auch in diesem Jahr live nichts stattfinden konnte. Immerhin sind es am Kulturwochenende jeweils 160 Veranstaltungen in 29 Ortschaften. Gar nichts geht einfach nicht. Deshalb wollten wir den Kulturschaffenden diesen Raum bieten. Das Resultat auf der Plattform zeigt, die Zwischenlösung wird geschätzt.

Mussten Sie auch Absagen erteilen? Aus Qualitätsgründen oder auch, weil etwas nicht zum Thema passte?


Alle, die ein Login auf der Website kulturwochenende.ch haben, können Inhalte auf «kulturON» laden. Aus Qualitätsgründen mussten wir nicht absagen, denn das Kulturwochenende ist bewusst so gestaltet, dass es ein breites Publikum anspricht. Wir hielten Rücksprache und suchten nach einer Lösung, wenn der Inhalt nicht dem Thema «Dazwischen» entsprach.

Gab es Sparten, in denen Sie nichts erhalten haben?


Nein. Wir erhielten von Brauchtum über Musik, Theater bis zu Tanz alles.

Können Kulturschaffende, die bisher noch nicht von «kulturON» gehört haben, jetzt noch Werke einreichen?


Ja, das können sie noch fortlaufend tun. Die Plattform bleibt sechs Monate bestehen. Kulturschaffende können aber höchstens zehn Werke online stellen. Haben sie etwas verkauft, darf wieder ein neues Werk dazukommen. Hier geht es nicht um Quantität, sondern auch um Qualität. Und es handelt sich nicht in erster Linie um eine Verkaufsplattform, vielmehr soll «kulturON» Unterhaltung bieten und Einblick in das kulturelle Schaffen des Kantons Schwyz ermöglichen.

Nun musste das Kulturwochenende schon zum zweiten Mal verschoben werden. Was bedeutet das für Sie als neue Präsidentin des beliebten Kulturevents?


Ich hätte das Kulturwochenende das erste Mal als OK-Präsidentin erlebt. Die Eindrücke in den Ateliers sowie an den unterschiedlichsten Veranstaltungen, die Stimmung und die Gespräche untereinander – das fehlt mir.

Wissen Sie, ob die Leute die Plattform bereits kennen und sich darauf auch umsehen?


Ja, das wissen wir. Im April wurden bis jetzt fast 15000 Seiten auf der Plattform aufgerufen.

Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste
  • Bühne
  • Dies & Das
  • Film
  • Kunst & Design
  • Literatur
  • Musik
  • Volksmusik

Publiziert am

27.04.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/u2jPGD