Die «Seerose» liegt momentan noch in Beckenried, startet Ende Mai dann in Luzern und wird Mitte Juli dann in Sichtweite der Mythen zügeln
Die «Seerose» liegt momentan noch in Beckenried, startet Ende Mai dann in Luzern und wird Mitte Juli dann in Sichtweite der Mythen zügeln

Dies & Das

100 Tage lang Seerosen-Party

Ende Mai startet die «Seerose», das Herzstück des grossen Tourismus-Events Gästival. 100 Tage lang wird diese Wunderblume auf dem See unterwegs sein.

Momentan liegt sie noch in Beckenried vor Anker. Dort sind die letzten Arbeiten für den Innenausbau im Gange, «wir stehen im Endspurt», erklärte Adelbert Bütler, Präsident des Trägervereins «200 Jahre Gastfreundschaft Zentralschweiz». Und fügte strahlend an, dass dies das erste Mal überhaupt sei, dass die fünf Kantone am See gemeinsam ein derartiges touristisches und volkswirtschaftliches Projekt realisieren. Es hat inzwischen sogar Mustercharakter erlangt, wie Mediensprecher Stefan Ragaz auf das Seco verwies, welches aus diesem Grund das Projekt auch mitfinanziert. Jetzt steht die «Seerose» vor dem Start. Am 29. Mai wird sie mit Standort in Luzern ihren Betrieb aufnehmen und dann bis zum 4. Oktober an fünf weiteren Uferorten haltmachen. Darunter vom 16. Juli bis 2. August in Brunnen (vor dem Strandbad Lido), vom 27. August bis 13. September in Flüelen und vom 17. September bis 4. Oktober in Vitznau.

Tourismus-Figuren erzählen

Gestern wurde die «Seerose» näher vorgestellt. Auf dem Hauptdeck finden sich die Flanierzone, das Gastro-Angebot und ein Teil der Attraktionen. Dazu gehören zwölf Hörspielstationen, an denen Episoden aus der Zentralschweizer Tourismusgeschichte erzählt werden. Oder dann eine Ausstellung mit neun grossen Schrankkoffern, die wie kleine Museen ebenfalls über Episoden, Gäste, Ereignisse und Besonderheiten rund um den See bildhaft berichten. Ebenfalls wird hier ein Schnellkurs in Gastfreundschaft angeboten, 26 Schauspieler stehen dazu im Einsatz. Tagsüber wird die «Seerose» also eine Mischung zwischen Freizeitpark, Museum und Erlebnispfad sein. Ein begehbares Museum, das von Standort zu Standort schwimmt und überall Unterhaltung, Spektakel sowie Genuss bietet und Wissen vermittelt. Und vor allem zeigen will, was Gastfreundschaft ist. Der Besucher wird bestens unterhalten, schon am Steg von einem Portier empfangen. Dann erzählt eine Rezeptionistin aus ihrem Leben, ein Museumswärter empfiehlt Attraktionen, und sechs historische Figuren aus der Tourismusgeschichte berichten faszinierend von ihrer Karriere und ihren Erlebnissen. So etwa Cäsar Ritz, der auch auf der Rigi tätig gewesen und in Küssnacht verstorben ist, oder Michael Aschwanden, der legendäre Fotograf an der Axenstrasse.

Theater für 500 Zuschauer

Auf dem Oberdeck befindet sich die eigentliche Theater-Arena. Hier haben 500 Personen Platz, denen an allen Standorten ein buntes Programm geboten wird. Gemäss Regisseur Ueli Blum wird hier ein klassisches Theater- und Musikprogramm geboten. Dazu gehören am Standort Brunnen Auftritte von Dominic Deville mit dem Programm «Mann über Bord», der Comedien Johnny Burn, das Chaostheater Oropax, Art Furrer, Schlagerstar Leonard, ein Show-Schwingen mit Spitzenkönnern, die Popband Mash und viele weitere Musikformationen sowie Kinderprogramme. Im Abendprogramm werden zudem die Inszenierungen gezeigt, welche die fünf Kantone als Carte blanche selber gestalten konnten, alles Uraufführungen. Wer bei dieser Fülle die Übersicht wahren will, der muss das Programm ziemlich genau studieren.

Vorverkauf gut gestartet

Dieses attraktive Programm hat auch zur Folge, dass die Nachfrage bisher sehr rege ist. Der Vorverkauf läuft gut, «einige Veranstaltungen sind sogar schon ausverkauft», bestätigte Ragaz.

Bote der Urschweiz (Josias Clavadetscher)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

12.05.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/Mqmqca