Peter Reuteler, Präsident von SchwyzKulturPlus.
Peter Reuteler, Präsident von SchwyzKulturPlus.
Peter Reuteler wird am kommenden Wochenende viele Kulturanlässe erleben. Bild: PD
Peter Reuteler wird am kommenden Wochenende viele Kulturanlässe erleben. Bild: PD

Dies & Das

«Ich bin stolz auf die Schwyzer Kultur»

Am Donnerstag startet das 5. Schwyzer Kulturwochenende. Am Festival können in 33 Schwyzer Ortschaften 160 Veranstaltungen besucht werden. Organisator ist der Verein SchwyzKulturPlus, dessen Präsident Peter Reuteler gibt Auskunft.

Mit Peter Reuteler sprach Silvia Camenzind


Silvia Camenzind: Was machen Sie am kommenden Wochenende?


Peter Reuteler: Von Donnerstag- bis Sonntagabend beschäftige ich mich mit dem 5. Schwyzer Kulturwochenende.


Wie haben Sie das Wochenende geplant?


Am Donnerstag startet das Wochenende um 19 Uhr mit der Eröffnung in der Cineboxx Einsiedeln. Am Freitagabend besuche ich die öffentliche Filmpremiere von Thomas Horats Kurzfilm «Die letzten ihres Handwerks?» im Kino Muotathal. Er dokumentiert das Schmieden von Trycheln. Samstag und Sonntag besuche ich dann diverse Veranstaltungen. Überall können Sie nicht sein. Alle wollen, dass man sie besucht, doch die Zeit ist beschränkt. Wir vom Vorstand von SchwyzKulturPlus teilen uns mit den Besuchen auf.


Was zeichnet Ihrer Ansicht nach das Kulturwochenende aus?


Es ist das riesige Engagement der vielen Kulturschaffenden im Kanton. Es sind die Kulturkommissionen in den Gemeinden, die das Angebot mit den 160 Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben. Das macht Freude. Da finden alle Einwohnerinnen und Einwohner in ihrer Gemeinde etwas, das ihren Vorstellungen entspricht.


Welcher Anlass ist Ihr persönliches Highlight?


Neben der Eröffnungsfeier in der Cineboxx Einsiedeln ist es die vorhin erwähnte Filmpremiere über das Schmieden von Trycheln in Muotathal.


160 Veranstaltungen in 33 Ortschaften, da kann man nur einen Bruchteil besuchen. Ist das nicht schade?


Jein. Eine Person kann nicht alle Veranstaltungen besuchen. Alle können aber in ihrer Gemeinde ein Angebot oder eine Veranstaltung besuchen und damit in ihrer Gemeinde den Kulturschaffenden die Ehre erweisen.


Das Kulturwochenende zeigt einmal mehr: Die Schwyzer Kultur lebt vom Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner. Wenn diese nicht Anlässe auf die Beine stellen würden, gäbe es das Wochenende nicht. Wie ist Ihre Meinung dazu?


Ich bin stolz auf unseren Kanton, auf die vielen beeindruckenden Angebote in den Gemeinden. Kultur muss von unten wachsen. Die Anschubfinanzierung der Regierung, das Engagement von SchwyzKulturPlus und das Portal www. kulturwochenende.ch braucht es jedoch, als Anstoss, damit die Kultur von unten her wächst.


Die Schwyzer Kultur lebt von Geldern aus dem Lotteriefonds. Ist der Kanton Schwyz da nicht etwas knauserig?


Im Gegenteil. Die Regierung spricht bedeutende Mittel für die Kultur und leistet eine Anschubfinanzierung für gut begründete Projekte. Aus meiner Sicht stellt sie grosse Mittel zur Verfügung. Wir haben zwar kein Kulturgesetz. Man ist aber nicht eingeschränkt, sondern offen gegenüber neuen Ideen.


Warum brauchen wir überhaupt Kultur?


Kulturelle Werte helfen den Menschen, den täglichen Ablauf zu meistern. Jeden Morgen fängt Kultur mit einer Tasse Kaffee an. Alles um uns ist Kultur – vom künstlerischen Wandgemälde über wissenschaftliche Arbeiten bis hin zu verschiedensten Essgewohnheiten in unterschiedlichen Ländern. Kultur beherrscht den menschlichen Alltag auf kaum beschreibbare und oft nicht wahrgenommene Weise.


Welchen Tipp geben Sie den Leserinnen und Lesern für das Kulturwochenende?


Ich empfehle den Kulturbus, der zu den verschiedensten Veranstaltungen fährt und so einen eindrücklichen Querschnitt über das Kulturschaffen im Kanton zeigt. Für diese Tour muss man sich vorgängig anmelden, Infos findet man auf dem Webportal unter www.kulturwochenende. ch. Dort finden alle auch das Angebot in ihrer Gemeinde.


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

17.04.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/yWfDKD