Lydia Opilik darf sich auf eine spannende Zeit in New York freuen.
Lydia Opilik darf sich auf eine spannende Zeit in New York freuen.

Dies & Das

Werkbeiträge 2015 Bereiche Theater und Tanz vergeben

2017 gewähren die Kantone Zug, Schwyz und Uri vier Kunstschaffenden einen Aufenthalt im Atelier der Zentralschweizer Kantone in New York. In den Genuss eines je viermonatigen Atelierstipendiums kommen die bildende Künstlerin Patricia Jacomella Bonola (ZG), die Musikerin Lydia Opilik (SZ) sowie die beiden bildenden Künstler Luca Schenardi und Lina Müller (Uri).

Seit Beginn des Jahres 2000 betreibt der Kanton Zug zusammen mit dem Kanton Schwyz ein Wohnatelier für Kunstschaffende in New York, an welchem auch die Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden beteiligt sind. Für den Aufenthalt in New York können sich jeweils professionelle Kunst-schaffende aller Sparten (Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Theater, Foto-grafie, Film) aus den Zentralschweizer Kantonen bewerben. Der Zuschlag für das Atelier erfolgt in den Kantonen Schwyz und Zug durch die kantonalen Kulturkommissionen, während im Kanton Uri das Atelierstipendium durch die Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth verliehen wird. Das aus dem Lotteriefonds finanzierte Stipendium beinhaltet die unentgeltliche Benützung des Wohnateliers sowie einen Beitrag an die Lebenskosten.

Stipendiatinnen und Stipendiaten

Patricia Jacomella Bonola, 1952 (Kanton Zug) ist in Genf und Lugano aufgewachsen und studierte nach ihrem Abschluss in Modedesign an der Accademia di Belle Arti Brera in Mailand bildende Kunst. Seit fast 30 Jahren lebt und arbeitet sie in Zug. Viele Jahre war sie unter anderem für den Schweizer Berufsverband der visuell schaffenden Künstler tätig. Ihre künstlerischen Arbeiten zeigt sie regelmässig in Einzel- und Gruppenausstellungen. Auch in der Kantonalen Kunstsammlung sind Ihre Werke vertreten. Während des viermonatigen Atelieraufenthalts in New York Mitte des Jahres 2017 möchte sich Patricia Jacomella Bonola gezielt weiterbilden und ihre Fachkenntnisse über neue Medien vertiefen. In Kursen an der School of Visual Arts sollen neue Darstellungsformen erarbeitet und durch persönliche Eindrücke aus dem lebendigen Kunst-Milieu der Stadt ergänzt werden. Der Freiraum, den der Ate-lieraufenthalt erlaubt, bildet für die Künstlerin Nährboden für interdisziplinäre Projekte. Ihr Interesse liegt dabei auf Fragen nach der sozialen Funktion der Kunst mit Entwürfen für neue Rollenmodelle und Lebensstile.

Lydia Opilik, 1983 (Schwyz) ist in Schwyz aufgewachsen und verfügt über eine breite musikalische Ausbildung: 2007 schloss sie ihre Studien an der Musikhochschule Luzern mit dem Lehrdiplom auf der Geige ab; danach studierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste (2009 Konzertdiplom Gesang) und am «Conservatorium van Amsterdam» mit dem Hauptfach Oper. Seit kurzem belegt sie an der Universität Luzern Kulturwissenschaften. Der breite Rucksack soll ihr ermöglichen, sich selber in der Tätigkeit als Künstlerin, Musikerin und Vermittlerin besser verstehen und verwirklichen zu können. Daneben ist sie als Lehrerin tätig und pflegt als Sängerin und Geigerin eine rege Konzerttätigkeit. Zusammen mit Kollegen ist sie Initiantin des aussergewöhnlichen Zentralschweizer Projekts «Kulturschock», das klassische Musik für ein neues, insbesondere jüngeres Publikum erschliessen will. New York ist für Lydia Opilik eine grosse Chance, sich musikalisch weiterzuentwickeln und sich inspirieren zu lassen – insbesondere auch im Bereich der Musikvermittlung. Die Young Peoples Concert der New York Philharmonic ist eine der ältesten Konzertreihen für den Publikumsnachwuchs. Ihren Machern will sie über die Schultern schauen und daneben das bereits bestehende Netz nutzen, um mit den besten Gesangslehrern und Korrepetitoren zu arbeiten.

Nach Rolf Sommer (2014) geht der viermonatige Aufenthalt im Jahr 2017 an das Künstlerpaar Luca Schenardi (1987) und Lina Müller (1981) (Kanton Uri), die beide in Altdorf leben und arbeiten. Schenardis grossflächig von Hand auf Textil gemalten Teletext-Illustrationen überzeugten das Kuratorium durch die leidenschaftliche, sperrig-schöne Präsenz. Die Installation und die ironisch-zynischen Anspielungen seien stimmig, so die Jury, auch hintergründig. Sie regen den Betrachter zum Nachdenken über gängige Bilder der Normalität an. Auch Lina Müller zeigt in einer trendigen, aber eigenständigen Bilderserie das Traumhaftsurreale, eine Welt, die anspricht und zugleich irritiert. Die Dokumentation der beiden Kunstschaffenden ze

Autor

SchwyzKulturPlus

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

10.12.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/hr86tL