Martina Clavadetscher erhält nach dem Kulturförderpreis des Kantons Schwyz nun einen Werkbeitrag
Martina Clavadetscher erhält nach dem Kulturförderpreis des Kantons Schwyz nun einen Werkbeitrag
Die in Lübeck lebende Einsiedlerin Heidi Züger gehört ebenfalls zu den Frauen, welche einen Werkbeitrag zugesprochen erhalten haben.
Die in Lübeck lebende Einsiedlerin Heidi Züger gehört ebenfalls zu den Frauen, welche einen Werkbeitrag zugesprochen erhalten haben.
Die Jungautorin Livia Huber und Tanzpädagogin Claudine Rodrigues Costa-Ulrich komplettieren das Frauenquartett.
Die Jungautorin Livia Huber und Tanzpädagogin Claudine Rodrigues Costa-Ulrich komplettieren das Frauenquartett.

Dies & Das

Werkbeiträge an vier Frauen

Die Kulturkommission des Kantons Schwyz vergibt dieses Jahr erstmals Werkbeiträge an Kulturschaffende aus den Bereichen Tanz und Theater. Erhalten haben diese Martina Clavadetscher, Claudine Rodrigues Costa-Ulrich, Livia Huber und Heidi Züger.

Auf Antrag der Fachjury unter dem Präsidium von Hanspeter Kälin wurden Martina Clavadetscher aus Brunnen (Beitrag 15 000 Franken), Claudine Rodrigues Costa-Ulrich (Luzern, früher Schwyz; Beitrag 15 000 Franken), Livia Huber aus Einsiedeln (Beitrag 10 000 Franken) und Heidi Züger (Lübeck, früher Einsiedeln, Beitrag 10 000 Franken) ausgewählt. Auf die erstmalige Ausschreibung von Werkbeiträgen in den Bereichen Tanz und Theater gingen insgesamt neun Bewerbungen ein. Die Fachjury unter dem Präsidium von Hanspeter Kälin hatte keine einfache Aufgabe. Sie zeigte sich beeindruckt von der guten bis sehr guten Qualität der Bewerbungen.

Clavadetscher mit Theaterstück

Martina Clavadetscher (*1979) hat sich in den letzten Jahren als herausragende Autorin in der Zentralschweiz einen Namen geschaffen und dabei ihr vielseitiges schriftstellerisches Talent mehrfach unter Beweis gestellt. 2012 wurde sie mit dem Kulturförderpreis des Kantons Schwyz ausgezeichnet. Regierung und Kulturkommission würdigten damit ihre Kreativität und ihr schreiberisches Potenzial. Die Ideen für ihre Texte übernimmt Martina Clavadetscher aus dem Alltag, den sie sehr gut zu beobachten versteht. Ihre Figuren sind denn auch interessant und lebendig gezeichnet. Für den Werkbeitrag beworben hat sie sich mit dem Theaterprojekt «Deliver My Heart», für das sie den Text geschrieben hat und das zusammen mit einem professionellen Produktionsteam im Frühjahr 2013 in Luzern und auch im Talkessel Schwyz aufgeführt werden soll.

Tanzperformance

Claudine Rodrigues Costa-Ulrich (*1962) ist in Schwyz aufgewachsen, war vor allem im Bereich der rhythmischen Sportgymnastik als Sportlerin und Trainerin sehr erfolgreich tätig und studierte später an der Tanzhochschule Stockholm Tanzpädagogik. Seit 2006 tritt sie erfolgreich in Skandinavien und in der Schweiz mit eigenenWerken auf. Den Werkbeitrag will sie für ihr neuartiges Tanzprojekt «Modus Dubitivus» einsetzen, eine aussergewöhnliche «vertikale Tanzperformance». Ausgehend von der Frage «Wäre es möglich?» wird darin mit dem Begriffspaar «möglich/unmöglich» gespielt, wobei der Schwer-punkt auf das positive und spielerische Potenzial gesetzt wird, das sich im Möglichen verbirgt. Zwei Körper treffen und trennen sich wiederholt, verhaften in «unmöglichen» Positionen, bewegen sich in «unmöglichen» Tempi und bilden «unmögliche » Skulpturen, mit überraschenden Möglichkeiten im Hinterhalt. Diese Tanzperformance mit experimentellen, überraschenden und zeitgemässen Elementen faszinierte die Jury. Das Projekt «Modus Dubitivus» zeichnet sich durch eine präzise Konzeption, Authentizität und komplexe Fragestellungen aus.

Begabte Dialogautorin

Livia Huber (*1988) hat als Theaterautorin mit ihren ersten Stücken, dem Drama «Schöne Maske Mensch» und der Komödie «Mutter Hausfrau,Vater Arzt», auf sich aufmerksam gemacht. Vom Sommer 2011 bis Sommer 2012 besuchte sie erfolgreich den renommierten «Dramenprozessor» am Theater Winkelwiese in Zürich. Sie versteht das Theater als zwischenmenschlich wie auch politisch höchst relevantes Kunstfeld, das sich durch Unmittelbarkeit und Nähe auszeichne. Und sie will die jüngere Generation wieder vermehrt für das Theater begeistern. Ihren Werkbeitrag möchte Livia Huber einsetzen, um ein neues Werk zu schreiben, das sich im Spannungsfeld zwischen Komödie und Drama bewegt; thematisch richtet sie den Blick gesellschaftskritisch auf die komplexen Konstrukte der Opfer- und Täterschaft. Livia Huber hat die Jury mit ihrem eingereichten Text sehr beeindruckt. Sie sei, so die Überzeugung der Jury, eine hochbegabte Dialogautorin, die radikale und minimalisierte gesprochene Dialoge kreiere.

Inglin im Mittelpunkt

Heidi Züger (*1964) absolvierte ihre ersten schauspielerischen Gehversuche am Stiftstheater in Einsiedeln. Danach schloss sie erfolgreich die Schauspiel-Akademie Zürich ab und ging anschliessend ins deutschsprachige Ausland, wo sie sich auf den grossen Theaterbühnen eine hohe Schauspielkunst erarbeitete. Seit einigen

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

18.12.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/KBy28u