Maschgradenvater Urs Betschart (rechts) und Kari Föhn, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Rickenbach, vor den Päckli, welche an die Senioren abgegeben werden. Bild: Franz Steinegger
Maschgradenvater Urs Betschart (rechts) und Kari Föhn, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Rickenbach, vor den Päckli, welche an die Senioren abgegeben werden. Bild: Franz Steinegger
Im Schilte-Nüüni sorgte ein Zuger Polizist für Ruhe und Ordnung und gab ein Radiointerview. Bild: Franz Steinegger
Im Schilte-Nüüni sorgte ein Zuger Polizist für Ruhe und Ordnung und gab ein Radiointerview. Bild: Franz Steinegger
Gestern fand die Fasnacht vorwiegend im Homeoffice statt. Diese Gruppe in Brunnen richtete sich gemütlich im Freien ein. Bild: Christoph Clavadetscher
Gestern fand die Fasnacht vorwiegend im Homeoffice statt. Diese Gruppe in Brunnen richtete sich gemütlich im Freien ein. Bild: Christoph Clavadetscher
Fasnachtsstimmung auf dem Schwyzer Hauptplatz: Zu echten Klängen des Narrentanzes nüsselten echte Maschgraden. Ein Bild mit Seltenheitswert am Schmutzigen Donnerstag 2021. Bild Erhard Gick
Fasnachtsstimmung auf dem Schwyzer Hauptplatz: Zu echten Klängen des Narrentanzes nüsselten echte Maschgraden. Ein Bild mit Seltenheitswert am Schmutzigen Donnerstag 2021. Bild Erhard Gick

Volkskultur

Fasnacht sehnlichst erwartet

Nüsseln, Guuggen, Beschenken, Interviewen und Beten - der Schmutzige Donnerstag 2021 war anders als andere.

Die Fasnacht 2021 wurde amtlich virusbedingt verboten. Doch die Fasnächtler liessen Die Rickenbächler verteilten 270 Päckli mit Würsten, Mutschli, Orangen und von Antonia Schilter selbst gemachte Konfitüre Die Schwyzer Nüssler, die ihr 100-Jahr-Jubiläum auf nächstes Jahr verschieben mussten, interviewten langjährige Fasnachtsgänger, um deren Erinnerungen über Instagram und Facebook im Internet der Öffentlichkeit zugänglich zu So erzählte Bernadette Leuthard von Frau, die tagsüber «laufen» ging, damals von den Männern noch schräg angeschaut wurde. Frauen waren für die Unterhaltung am Abend vorgesehen. In Brunnen erinnerte Feuerteufel Carlo Arioli, Bartlivater Derweil sämtliche Veranstaltungen der Bartligesellschaft, darunter der beliebte Umzug, dem Virus zum Opfer fielen. Da half nur Beten: Die Bartlimesse im Gedenken an verstorbene Bartliväter und -leute fand trotz allem statt, weil dies das kirchliche Die Fasnacht 2021 war wohl eine Doch das meiste am gestrigen Schmutzigen Donnerstag war spontan: Auf dem Platz vor dem Schilte-Nüüni in Brunnen gabs Musik aus der Konserve und von echten Guuggern. Improvisierte Stände sorgten dafür, dass niemand verhungerte oder verdurstete, weil die Beizen geschlossen waren. Auf dem Schwyzer Hauptplatz kamen fasnächtlich verkleidete Gruppen von irgendwoher und tauchten irgendwohin ab. Auch in anderen Dörfern wie Ibach, Muotathal oder Oberarth gabs Reminiszenzen an die Fasnacht. Den Überblick hatte niemand, denn niemand wusste, wie 2021 die Narren feiern. Die Fasnacht fand wohl in privatem Rahmen statt.

Bote der Urschweiz / Franz Steinegger

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

12.02.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/4PdC8s