Der Kapuzinerpfarrer Marzell Camenzind spricht über den Föhn und erinnert sich auch an Begebenheiten in seinem Heimatort Gersau. Bild Im Bann des Föhns/Frenetic
Der Kapuzinerpfarrer Marzell Camenzind spricht über den Föhn und erinnert sich auch an Begebenheiten in seinem Heimatort Gersau. Bild Im Bann des Föhns/Frenetic

Film

Film über den Föhn

«Im Bann des Föhns» erlebte die Uraufführung. Kapuzinerpfarrer Marzell Camenzind aus Gersau ist ein Protagonist, Marcel Oetiker schrieb die Filmmusik.

«Früher hat mich der Föhn weder belastet noch bewegt», sagt Regisseur Theo Stich. Erst durch die Recherchen und Aufnahmen für seinen neusten Film «Im Bann des Föhns» habe er den ältesten Urner kennengelernt. Eine Bergbauernfamilie, ein Segelflieger, ein Meteorologe und ein Kapuzinerpfarrer sprechen im Film über die Kraft und die Bedeutung des Föhns. Ein Atmosphärenphysiker beobachtet den Südwind seit Jahrzehnten – auch er kann ihn nicht restlos erklären. Der Film wurde am Sonntag an den Solothurner Filmtagen uraufgeführt. Der Film sei beim Publikum sehr gut angekommen, «der humoristische Teil des Films kam rüber», freut sich Regisseur Theo Stich, «es folgte ein langer Applaus, ich war berührt.»

Marcel Oetiker setzte Föhn musikalisch um

Der Dokumentarfilm spielt sich hauptsächlich im Urnerland ab. Ein, zwei Kameraeinstellungen zeigen Richtung Brunnen und die Mythen. Aber vorallem ist es der Kapuzinerpfarrer Marzell Camenzind, der dem Film eine schwyzerische Färbung bringt. Er erzählt im Film auch von seinem Heimatort Gersau und von Feuerwachen zu Föhnzeiten. Ein weiterer Schwyzer, der im Film mitwirkt, ist Komponist und Schwyzerörgeli-Virtuose Marcel Oetiker. Er hat die Musik zum Film beigesteuert. «Oetikers Musik fügt sich in den Sound des Föhns ein», sagt Regisseur Theo Stich. «Die Musik nimmt man vielleicht anfangs nicht direkt wahr. Das war auch mit ein Ziel, das Wesen des Föhns kompositorisch umzusetzen», sagt Oetiker.

Bote der Urschweiz (Nicole Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

26.01.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/VjxWqQ