Ein Bild aus Sascha Krähenbühls Projekt «Zentralschweiz abgelichtet» mit Blick vom Fronalpstock aus. Bild Sascha Krähenbühl
Ein Bild aus Sascha Krähenbühls Projekt «Zentralschweiz abgelichtet» mit Blick vom Fronalpstock aus. Bild Sascha Krähenbühl
Sascha Krähenbühls Projekt ist auf viele positive Rückmeldungen gestossen. Bild Sandrine Hedinger
Sascha Krähenbühls Projekt ist auf viele positive Rückmeldungen gestossen. Bild Sandrine Hedinger

Kunst & Design

Zentralschweiz an 100 Tagen

Sascha Krähenbühl lichtet an 100 Tagen die Zentralschweiz von ihren schönsten Seiten ab. Ziel ist ein Buch, welches seine Touren festhält.

«Man muss gar nicht weit in die Ferien fahren, denn die schönen Plätze liegen vor der Haustür», erklärt Sascha Krähenbühl. Mit seinem Projekt «Zentralschweiz abgelichtet» will er die Schönheit der Zentralschweiz an mindestens 100 Tagen in diesem Jahr ablichten. «Manchmal habe ich ein konkretes Ziel, und manchmal steige ich einfach ins Auto und fahre drauflos», so der 24Jährige. Wichtig sind ihm schöne Stimmungen und gutes Licht. «Ein Bild der Kapellbrücke in Luzern hat jeder schon gesehen. Ich versuche, etwas Spezielles aus dem Moment herauszuholen und die Kapellbrücke zum Beispiel während eines heftigen Gewitters zu fotografieren.»

Ausgleich zum Alltag

Mit dem Projekt gestartet hat Sascha Krähenbühl Anfang Jahr. Inzwischen ist er 37 Mal losgefahren, um sich von der Natur inspirieren zu lassen. Dass er an gewissen Tagen mit einer leeren Speicherkarte nach Hause kommt, hält ihn nicht zurück. Für den Hobbyfotografen aus Brunnen sind seine Touren der Ausgleich zum Alltag als Informatiker. «Ich kenne die gesamte virtuelle Welt, und die reale Welt gibt mir Zeit abzuschalten. » Nicht zuletzt die Feedbacks auf Facebook motivieren ihn, jeweils auch während Wind und Regen den Weg nach draussen in Angriff zu nehmen. «Ich hätte zu Beginn meines Projekts nie gedacht, dass es auf so viele positive Reaktionen stösst.» Entstanden ist die Idee vergangenen August nach seinen Ferien in Norwegen. «Ich dachte nur: ‹Gopf›, in Norwegen habe ich Fjorde bestaunt, und der Urnersee liegt eigentlich gerade vormeiner Nase.» In der Region hat Sascha Krähenbühl denn auch so einige Plätze, die ihm besonders gefallen: «Zum Beispiel die Fallenflue ob Schwyz oder all die kleinen Bächlein im gesamten MythenGebiet. » Insgesamt investiert er rund 100 Stunden pro Monat in sein Projekt.

Tipps von Einheimischen

Das Bild an sich habe er in wenigen Minuten im Kasten, die meiste Zeit beanspruche die Vorbereitung. «Dafür studiere ich Karten, suche zu Fuss den besten Winkel, betrachte Fotos oder aber ich bin froh um Tipps von Einheimischen, denn die wissen meistens am besten, wo sich die schönsten Plätze verstecken.»

Bote der Urschweiz (Sandrine Hedinger)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

25.04.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/EKfQ9q