Mit ihrem neuesten Buch landete Blanca Imboden auf den Bestsellerlisten.
Mit ihrem neuesten Buch landete Blanca Imboden auf den Bestsellerlisten.

Literatur

«Bei mir ist es ein lustvolles Schreiben»

Seit sieben Wochen hält sich Blanca Imbodens Buch «Wandern ist doof» in den Bestsellerlisten. Letzte Woche war es der vierte Rang, diese Woche der siebte. Bereits wurden 8000 Bücher verkauft, und Blanca Imboden ist für Lesungen und bei den Medien gefragt wie noch nie.

Mit Blanca Imboden sprach Silvia Camenzind

Vierter Rang letzte Woche in der Bestsellerliste: Das wäre doch wieder ein Thema für ein neues Buch?

Es wär vielleicht einThema, was mit jemandem passiert,der nach so vielen Jahren plötzlich auf Platz 4 ist. Ja, da könnte man sicher etwas Lustiges draus machen.

Hätten Sie sich das je erträumt?

Nein, meine Träume gingen nie so hoch. Weiter als bis zum Rang 20, auf dem ich in der ersten Woche war, weiter getraute ich mich nicht zuträumen.

Und nun erscheint die zweite Auflage?

Ja, die ersten 8000 Bücher sind weg oder noch in den Läden. Es gibt bereits Engpässe, ich musste mit den eigenen Büchern,die ich noch zu Hause hatte und für mich selber gekauft hatte, zu einem Buchlieferanten fahren, und für die Buchtaufe sammelte ich die Bücher in der Familie ein. Damit wir genügend Bücher haben, bis die zweite Auflage erscheint.

Warum, glauben Sie, ist es gelungen?

Könnte man das erklären, hätte man es früher schon immer so gemacht.Ich habe nun zum ersten Mal einenVerlag,dersich intensivfürmich einsetzt, der also wirklichalles fürmich macht.

Wir erinnern uns: Als Sie für Ihre Kalorien-Bücher beim grossen Piper-Verlag unterkamen, war Ihre Freude riesig.

Ja, für eine Schweizer Autorin ist das sicher besonders, da träumt jeder davon. Natürlich haben sie für mich wahnsinnig viele Bücher verkauft, ich lief da einfach mit. Es war wie eine riesengrosse Fabrik, und ich war lediglich ein kleines Rädchen, und ich hatte dort kaum Kontaktpersonen. Rief ich an, wusste ich kaum, wer für mich zuständig war. Da träumte ich immer von einem kleinen Verlag, der sich um mich kümmert, und nun habe ich das.

Wie fanden Sie zur Verlegerin Gabriella Baumann-von Arx?

Ich hatte einmal die Idee, ein Porträt über eine Person zu schreiben, und hatte deswegen kurz Kontakt mit ihr. Sie war mir sehr sympathisch. Als ich dann mit meinem Wanderbuch nicht mehr so richtig weiterwusste und nicht mehr wusste, ob ich es fertig schreiben soll, nahm ich mit ihr Kontakt auf. Ich wusste, dass sie keine Romane veröffentlicht, bat sie aber trotzdem, es einmal zu lesen. Sie sagte mir bis zum Schluss nie zu, fragte aber immer wieder nach: «Was ist mit Toni? Was ist mit Conny?» (Toni und Conny sind zwei der Protagonisten im Buch, Anm.der Red.) Sie sagte, sie habe sich in die Figuren verliebt, und trug mich so durch das ganze Buch.

Ihr Porträt steht «aus dem aktuellen Programm» des Wörterseh Verlags nun zwischen Esther Girsberger und Frank Baumann. Doch etwas stolz?

Ja, auf jeden Fall. Ich habe einfach Freude. Manchmal sitze ich nur da und grinse vor mich hin.

Haben Sie den vom TV bekannten Werber, Texter, Moderator und Produzenten Frank Baumann, den Mann Ihrer Verlegerin, schon vor der Buchvernissage vom Donnerstag auf dem Fronalpgipfel persönlich kennengelernt?

Ich habe ihn schon mehrmals kurz getroffen, er hat mir auch durch diesen enormen Medienrummel geholfen.

Was Frauen wissen wollen: Ist er in Realität auch so schlagfertig und ironisch?

Er polarisiert extrem. Leute sagen mir: «Oh nei, der», andere, die ihn persönlich getroffen haben, finden ihn einen witzigen Menschen. Also ich denke: Wenn meine Verlegerin ihn geheiratet hat, dann muss das ein super Typ sein.

Den Baumanns, so lässt sich vermuten, verdanken Sie den Medienhype.

Zu Beginn sicher, dann begann es einfach zu rollen. Ich denke, auch die Baumanns haben nicht damit gerechnet. Frank Baumann hält sich aus dem Verlag seiner Frau total raus.Gabriella Baumann-von Arx ist eine grossartige Geschäftsfrau und hat trotzdem noch Herz. Das ist mir wichtig.

Zum Wandern: Sie bedanken sich bei Ihrer Mentaltrainerin Bernadette Kälin aus Morschach, die Sie zum Wandervogel machte. Wie kam das?

Also, ich bin ihr so dankbar. Ich ging zu ihr wegen des Abnehmens, ein leidiges Thema. Ich habe schon so oft zuund wieder abgenommen. Ich weiss alles über Kalorien, aber ich dachte, ich müsse vielleicht in meinem Geist etwas ändern. So ging ich zu ihr, und bereits im ersten Gespräch sag

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

08.06.2013

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schwyzkultur.ch/75NHHX