Martin Rauchenstein und Markus «Mügg» Zweifel, die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder der Rubbernecks: Ihnen macht der Rock’n’Roll auch nach 30 Jahren noch Spass. Bild Stefan Grüter
Martin Rauchenstein und Markus «Mügg» Zweifel, die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder der Rubbernecks: Ihnen macht der Rock’n’Roll auch nach 30 Jahren noch Spass. Bild Stefan Grüter

Musik

«30 Kilo leichter und 30 Jahre jünger»

Die Rubbernecks feiern Jubiläum: Die Märchler Rock’n’Roller sind in den vergangenen 30 Jahren zu einem festen Bestandteil in der Musikszene Ausserschwyz geworden. Bassist Markus «Mügg» Zweifel und Gitarrist Martin Rauchenstein erzählen aus der Bandgeschichte.

Mit Mügg Zweifel und Martin Rauchenstein sprach Stefan Grüter

30 Jahre Rubbernecks: Werdet Ihr nie müde, ein Rubberneck zu sein?

Martin Rauchenstein: Das Jubiläumsjahr – neue CD und das Konzert vom 2. November in Altendorf – ist sehr intensiv, so dass wir gar keine Zeit haben, müde zu werden. Zudem ha-ben wir nach wie vor grossen Spass. Mit René Rimml stiess ein neuer Sänger zu uns, und Neumitglieder bringen immer wieder auch Impulse…

Markus «Mügg» Zweifel: … aber viele Wechsel hatten wir in diesen 30 Jahren nicht. Rauchenstein: Rund 800 Konzerte, fünf CDs, drei Samplers, vier Auftritte im Schweizer Fernsehen. Nein, solange wir mit Freude auf der Bühne stehen, werden wir nicht müde. Im Gegenteil, die Musik gibt uns viel Energie und Lebensfreude zurück.

Ihr beide seid ja die einzigen Ur-Rubbernecks…

Rauchenstein: Ja, von den Ur-Rubbernecks sind nur noch Mügg und ich dabei. Rolf Aeberli steht auch bereits über 28 Jahre mit uns auf der Bühne, und Dino Bigi, der ehemalige Leadsänger, der den Sound der Band massgeblich geprägt hat, war 27 Jahre mit uns unterwegs. Auch ist Markus Schuler schon über 15 Jahre ein Rubberneck.

Was macht die Faszination aus, ein Rubberneck zu sein?

Zweifel: Die Freude an der Musik ist entscheidend. Hinzu kommt der Faktor Unterhaltung: Wir machen das, was uns Freude macht, und das freut auch die Konzertbesucher. Diese Wechselwirkung ist die eigentliche Faszination. Rauchenstein: Im Vordergrund stehen natürlich Teamgeist, Kollegialität und die Freude an der Musik. Mit Rolf Aeberli ging ich schon in den Kindergarten und später zur Schule. Im FC spielten wir zusammen Fussball, und wir unternahmen einige Reisen durch England, Amerika und in die Karibik. Zudem sind es sicherlich die Live-Konzerte, die uns immer wieder aufs Neue anspornen, neue Songs einzuüben.

Nehmt Ihr die Fans überhaupt wahr, wenn Ihr auf der Bühne steht?

Rauchenstein: An den meisten Konzerten sind wir schon sehr früh vor Ort und schauen jeweils die Auftritte der anderen Bands an. Über all die Jahre kennen wir sehr viele Konzertbesucher persönlich.Wir haben einen sehr guten Draht zum Publikum, da wir dieses aktiv in unsere Bühnenshows und Songs einbeziehen.

Zweifel: Wir leben an den Festivals mit. So kommt es vor, dass wir ein ganzes Wochenende an einer Veranstaltung weilen, denn wir wollen ja auch das ganze Drumherum miterleben; das Rubbernecks-Konzert ist dann nur ein kleiner Teil des Erlebnisses.

Rauchenstein: Eine typische Veranstaltung ist das internationale Country-Festival imAlbisgüetli, an dem wir seit 16 Jahren teilnehmen, und zwar als musikbegeisterte Gäste und als Musiker auf der Bühne, wo wir mit Bands wie BR5-49, Bellamy Brothers, Marty Stuart etc. aufgetreten sind. Die grösste Überraschung gabs vor rund zehn Jahren, als unter den Gästen Tina Turner anwesend war und ein ganzes Konzert von uns mitverfolgte.

Rückblick: Anno 1983. Wie und weshalb sind die Rubbernecks entstanden?

Rauchenstein: Mit dem verstorbenen Martin Reichmuth hatte ich schon vorher in einer anderen Band namens Wells Fargo gespielt. Wir hatten die Idee, eine Band mit Stilrichtung Rockabilly – wie unsere Vorbilder, die Flaming Stars aus Einsiedeln – zu gründen. Als Sänger konnten wir Dino Bigi aus Lachen überreden und gründeten so The Rubbernecks. Bei der Namensfindung war uns Ruth Wolters, eine gute Kollegin, behilflich. Den Namen hatte sie in einer Elvis-Biographie gefunden.

Zweifel: Ich hörte, dass Martin und ein paar Kollegen für die Geburtstagsfeier eines anderen Kollegen ein paar Lieder einübten. Aber als Trompeter passte ich irgendwie nicht in die Band. Gesucht wurde ein Bassist, und so begann ich halt kurzerhand Bass zu spielen, besuchte Konzerte und schaute den Bassisten auf die Finger.

Rauchenstein: Der Bass ist auf Mügg nun wirklich zugeschnitten. Übrigens haben wir alle so unsere Instrumente erlernt, indem wir geschaut haben, was andere machen.

Ihr wart von Anfang an begeistert. Das Publikum auch?

Rauchenstein: Das erste öffentliche

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.10.2013

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schwyzkultur.ch/WGctxd