Berechtigter Jubel: Für fünf Jahre bis zum nächsten Eidgenössischen im Jahre 2021 ist das Blasorchester Siebnen die beste Harmoniemusik der Schweiz. Bild pd
Berechtigter Jubel: Für fünf Jahre bis zum nächsten Eidgenössischen im Jahre 2021 ist das Blasorchester Siebnen die beste Harmoniemusik der Schweiz. Bild pd

Musik

Die beste Harmoniemusik der Schweiz

Es hat seinen Ruf bestätigt: Das Blasorchester Siebnen ist die beste Harmoniemusik der Schweiz. Fünf Schwyzer Vereine waren schon am Eidgenössischen, sechs haben es noch vor sich.

Mit einem neuen Teilnehmerrekord ist momentan das 34. Eidgenössische Musikfest in Montreux im Gange. Es kann von sich behaupten, der grösste Anlass Europas für Blasmusikvereine zu sein. Es beteiligen sich daran 556 Vereine mit rund 26 000 Musikantinnen und Musikanten. Der bisherige Teilnehmerrekord wurde vom Fest 2006 in Luzern gehalten, als 537 Gesellschaften angetreten sind. Montreux rechnet auch mit total 220 000 Besuchern. Wobei Montreux als Tourismusdestination, mit seiner attraktiven Lage am See und der grossen Wirkung des Montreux Jazz Festivals, ganz besondere Magnetwirkung erzielen kann. Auch bezüglich Infrastruktur hat der Gastgeber Hervorragendes zu bieten: 13 Wettspiellokale und 24 Einspielhallen. Die erste Hälfte des Eidgenössischen ist am letzten Wochenende über die Bühne gegangen. An der Eröffnung des Festes bezeichnete Bundesrat Alain Berset die Musik als «Literatur der Sinne» und als «wichtigste Vermittlungsquelle der Kultur eines Landes».

Königin der Harmonien

Am ersten Wochenende sind bereits fünf Vereine aus dem Kanton Schwyz zu den Wettvorträgen angetreten. Darunter mit dem Höchstklassverein, dem Blasorchester Siebnen, das «ganz heisse Eisen» aus dem Kanton Schwyz. Mit dem Aufgabenstück («Guernica», Jean- Francois Michel) erzielte Siebnen die beste Bewertung, mit dem Selbstwahlstück die zweitbeste. Zusammen erreichte Siebnen damit 192 Punkte und klassierte sich so an der Spitze der Rangliste. Siebnen hat grosse Korps wie die Harmonie Fribourg, das Sinfonische Blasorchester Bern, die starke Feldmusik Sarnen, das Orchester Lausanne oder das Blasorchester der Stadt Luzern hinter sich gelassen. Im offiziellen Bulletin des Musikfests wird das Blasorchester Siebnen sogar als «Königin der Schweizer Harmonien» bezeichnet. Eine weitere Auszeichnung dürfte auch gewesen sein, im legendärten Auditorium Stravinski aufspielen zu können. Ausgezeichnet hat sich auch der Musikverein Wangen im Wettbewerb für Unterhaltungsmusik geschlagen. Diese Konkurrenz zeichnet sich dadurch aus, dass die Vereine ein Selbstwahlstück von 15 bis 20 Minuten Dauer vortragen, das Unterhaltungs- sowie Showelemente enthalten muss, oder darf. Wangen hat sich für den Halbfinal qualifiziert, ist dort aber in einer Art Cup-System gegen Vernier – den späteren Sieger – ausgeschieden. Wobei Wangen (93,67 Pkt.) in der Vorrunde sogar punktemässig klar besser abgeschnitten hat als Vernier (92,33 Pkt.). Aus dem Kanton Schwyz ebenfalls angetreten sind am ersten Wochenende die Feldmusik Bennau, der Musikverein Verena Wollerau und aus Innerschwyz die Musikgesellschaft Steinen. Am nächsten Wochenende werden die Feldmusiken Küssnacht, Seewen, Gross und Rothenthurm, die Musikgesellschaft Reichenburg und der Musikverein Schindellegi-Feusisberg antreten.

Bote der Urschweiz (Josias Clavadetscher)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.06.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/543gp1