Nori Rickenbacher (links) ist momentan mit der Band C.H. unterwegs.
Nori Rickenbacher (links) ist momentan mit der Band C.H. unterwegs.
Von Brunnen am Vierwaldstättersee nach Lachen an den Zürichsee: Nori Rickenbacher tritt morgen Abend mit seiner Band C.H. bei «Musik im Dorf» auf. Bild Irene Lustenberger
Von Brunnen am Vierwaldstättersee nach Lachen an den Zürichsee: Nori Rickenbacher tritt morgen Abend mit seiner Band C.H. bei «Musik im Dorf» auf. Bild Irene Lustenberger

Musik

«Es geht bei dieser Musik um Geschichten aus dem Leben»

Morgen Abend tritt die New-Country-Band C.H. bei «Musik im Dorf» in Lachen auf. Der Brunner Nori Rickenbacher ist zusammen mit Kisha für den Gesang zuständig. Unsere Zeitung traf den Innerschwyzer zum Interview.

Mit Nori Rickenbacher sprach Irene Lustenberger

Für alle, die Nori Rickenbacher nicht kennen – beschreiben Sie doch mal Ihren musikalischen Werdegang.

Als 16-Jähriger war ich Schlagzeuger der Band Nameless. Wir haben Mundart und Englisch gesungen. Das war mein Start ins Musikbusiness. Danach trat ich mit diversen Coverbands auf. Irgendwann wollte ich dann eigene Songs machen und habe mit Singen und Gitarre spielen begonnen. So ist das Rickenbacher-Projekt entstanden. Und dann hat mich Reto Burrell angerufen, ob ich bei C.H. als Sänger einsteigen will. Schlagzeug spiele ich aber nach wie vor, unter anderem bei Caroline Chevin.

Kisha ist die bekannteste von euch dreien und wird oft hervorgehoben. Sie und Reto Burrell werden meist nur nebenbei erwähnt. Stört Sie das nicht?

Nein, das ist völlig logisch. Kisha war ja die erfolgreichste von uns dreien. Und wenn sie erwähnt wird, dann als Mitglied unserer Band. Somit kommt es uns auch zugute. Für mich ist das absolut kein Problem. Promo ist Promo, egal wie (lacht).

Ihr nennt euren Stil «New Country». Was ist denn der Unterschied zum traditionellen Country?

New Country ist für mich Pop/Rock mit Country-Einflüssen. Als ich zum ersten Mal Keith Urban hörte, habe ich mich gefragt, was das mit Country zu tun hat. Seine Musik nennt man New Country. Wir haben auch die Country-typischen Instrumente wie Fiddle und Steelguitar in unseren Songs, sind einfach ein bisschen rockiger und moderner.

Das heisst, ihr steht auch nicht mit Cowboy-Hut, Jeans und Stiefeln auf der Bühne?

Wenn das jemand möchte, kein Problem. Aber wir treten so auf, wie wir sind und verkleiden uns nicht.

Warum singt ihr eigentlich Mundart und nicht Englisch?

Es geht bei dieser Musik um Geschichten aus dem Leben. Wir singen nicht einfach «I love you» und wie schön das Wetter ist, sondern erzählen Geschichten. Und wenn wir das in der Schweiz machen, muss es Schweizerdeutsch sein. Dann werden wir verstanden. Ansonsten ist es ein Lied unter vielen.

Nun habt ihr aber unterschiedliche Dialekte. Wie singt ihr?

Zu Beginn haben wir «gepröbelt». Wir haben überlegt, ob ich mich Kisha oder sie sich mir angleicht. Das war aber schwierig. Deshalb haben wir beschlossen, dass jeder in seinem Dialekt singt. Manchmal wusste ich selbst nicht mehr, wie man ein Wort im Schwyzer Dialekt ausspricht (lacht). Es gibt Wörter, die tönen auf Berndeutsch besser, und andere, die tönen in meinem Dialekt besser. Und Retos Dialekt verstehen wir sowieso nicht (lacht).

Inwiefern könnt ihr drei voneinander profitieren?

Musikalisch kann man bei solchen Projekten immer voneinander profitieren. Man sieht, wie der andere an eine Sache herangeht und kann daraus lernen. Ansonsten konnten wir von unseren Fans profitieren. Ich hier in der Innerschweiz, Reto ennet des Sees und Brigitte im Bernbiet respektive in der ganzen Schweiz. Wir mussten somit nicht ganz von Null anfangen.

Vor C.H. haben Sie vor allem Pop/Rock gesungen. Wie haben Sie sich im Country- Stil eingelebt?

Das war eigentlich gar kein Problem. Wie gesagt, New Country ist nicht so weit weg von Pop/Rock. Viele sagten mir, dass meine Musik bereits vorher Country-Einflüsse beinhaltet hat. Das finde ich zwar nicht, aber ich bin in Sachen Stil völlig offen. Als Schlagzeuger habe ich praktisch alles querbeet gespielt – Jazz, Hip-Hop, Heavy Metal. Mir gefällt auch alles, und ich möchte mich auf keinen Stil festlegen.

Ihr habt im Jahr 2010 an der Schweizer Vorausscheidung des Eurovision Song Contests teilgenommen. Würdet ihr da nochmals mitmachen?

Zurzeit ist das für uns kein Thema mehr. Damals sind wir gerade gestartet und hatten zu diesem Zeitpunkt erst den Song «Gib nid uf» fertig. Den haben wir dann eingeschickt. Ich war zwar eher skeptisch, aber es war eine super Erfahrung und für uns eine gute Promo vor dem ersten Album. Wir konnten uns zum ersten Mal einem grösseren Publikum präsentieren. Unter dem Strich konnten wir nur profitieren. Ob ich aber nochmals mitmachen würde, kann ich nicht sa

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

13.08.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/Vxxt4R