Umrahmt von den neuen Co-Präsidentinnen Luzia Bühner (links) und Jeannette Schwyter strahlt Prisca Schmed als frischernanntes Frauenchor-Ehrenmitglied.
Umrahmt von den neuen Co-Präsidentinnen Luzia Bühner (links) und Jeannette Schwyter strahlt Prisca Schmed als frischernanntes Frauenchor-Ehrenmitglied.

Musik

Frauenchor erstmalig mit einem Co-Präsidium

Vorstand an ausserordentlicher Generalversammlung komplettiert.

Sechs Präsidentinnen haben bis dato die 54-jährige Vereinsgeschichte geprägt. So folgte auf Gründungsmitglied und -präsidentin Maria Ullmann (1959-1977) Sophie Kälin-Vonesch (1977-1992). Ihre Nachfolgerin Margrit Schönbächler (1992-1998) wurde von Maia Schönbächler (1998-2004) abgelöst. Auf Hildegard Berli-Kälin (2004-2012) folgte Livia Spina.

Keine ganz einfach Sache

Nach der überraschenden und sofortigen Demission von Spina im April übernahm der Vorstand die anfallenden Geschäfte und organisierte sich unter der Leitung der neugewählten Vizepräsidentin Elisabeth Mettler auf vorbildliche Weise. Gleichzeitig ist der Fokus auf die Suche nach einer neuen Führung gerichtet worden. In der heutigen Zeit der «Nicht-Verbindlichkeit» je länger je mehr eine nicht ganz einfache Sache. Nichtsdestotrotz wurde frau nach kurzer Zeit fündig. Dem Zeitgeist folgend und ihren Möglichkeiten entsprechend stellten sich zwei Sängerinnen an der ausserordentlichen GV letzte Woche zur Wahl als Co-Präsidentinnen. Luzia Bühner und Jeannette Schwyter wurden einstimmig und mit grosser Freude gewählt.

Etwas zurückgeben

Die zwei Frauen sind seit vielen Jahren Mitglied, bringen bereits Vorstandserfahrung mit und sprühen vor Motivation und Energie. So bekleidete Bühner bis 2012 das Amt der Kassierin und Schwyter das der Vizepräsidentin. In sympathischen Worten bekundeten beide Neugewählten, dass sie sich im Frauenchor von Anfang an wohl und immer getragen fühlten. Auch aufgrund dessen wollen sie der Gemeinschaft mit ihrem Engagement etwas zurückgeben. Schönste und beste Voraussetzungen also, dass das Vereinsschiff nach einer eher unruhigen Phase wieder normalen Wellengang erlebt. Die musikalischen Ziele für das laufende Vereinsjahr sind nämlich hoch  steht doch mit der Uraufführung einer Komposition von Hansjörg Römer im kommenden November eine echte Herausforderung an. Die Komposition ist ein Auftrag des OK «Fest der Musik» (Gesangs- und Musikfest), das im Juni 2014 in Küssnacht am Rigi ansteht und sieht eine musikalische Reise im Bus durch den Kanton Schwyz vor. Man darf also gespannt sein!

Prisca Schmed geehrt

Die ausserordentliche GV wurde zudem genutzt, eine verdiente Eh-rung nachzuholen. Prisca Schmed, aktuell als Vorstandsmitglied tätig, durfte für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft (Vorstandsjahre werden doppelt angerechnet) ein selbstausgewähltes und graviertes Glasi-Geschenk entgegennehmen. Madeleine Tobler vom Vorstand war es vorbehalten, die Laudatio zu halten. In dieser erwähnte sie die unverkennbare Freude am Ge-sang, die motivierte, zuverlässige Arbeit und ihr grosses Pflichtbewusstsein. Als ruhender Pol im Vorstand wird sie von allen sehr geschätzt. Sichtlich gerührt und hocherfreut nahm die Jubilarin die Ehrenmitgliedschaft mit Präsent und herzlichem Applaus entgegen. Ein zwar schlichtes Ritual, das aber auch in der heutigen unverbindlichen Zeit immer wieder alle bewegt, die Freiwilligenarbeit wertschätzt und Vereinszugehörigkeit auf wunderbare Art würdigt. Mit Luzia Bühner und Jeannette Schwyter wählte der Frauenchor Einsiedeln an seiner ausserordentlichen GV erstmals Co-Präsidentinnen. Umrahmt von den neuen Co-Präsidentinnen Luzia Bühner (links) und Jeannette Schwyter strahlt Prisca Schmed als frischernanntes Frauenchor-Ehrenmitglied.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

15.07.2013

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schwyzkultur.ch/7XXv8M