Bereits ein weiteres Benefizkonzert hat Giovanni Bria in Planung. Bild Urs Gusset
Bereits ein weiteres Benefizkonzert hat Giovanni Bria in Planung. Bild Urs Gusset

Musik

Giovanni Bria: «Ich möchte etwas zurückgeben»

Am Mittwochnachmittag übergab der 76-Jährige im Kloster Einsiedeln Abt Martin Werlen einen Check mit dem Benefizbeitrag für das neue Musikhaus der Stiftsschule.

Urs Gusset: Wie haben Sie die Checkübergabe an Abt Martin Werlen erlebt?

Giovanni Bria: Als eines der ganz grossen Highlights meines Lebens. Die Atmosphäre dieses grossartigen Klosters hat mir als Gymnasiast echten Zugang zu Harmonie, Grösse, Vielfalt und Schönheit in Architektur und Musik eröffnet. Für diesen Wachruf dessen, was in mir geschlummert hat, bin ich dem Kloster zeitlebens dankbar.

Sie haben Abt Martin einen Check über 20'000 Franken, den Sie mit Ihrem Benefizkonzert, dem Mozart-Requiem, vom 30. Oktober in der Klosterkirche generiert haben, überreicht, eine stattliche Summe …

… Ja, durchaus, vor allem auch deswegen, weil ich in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation mit vielen Helfern aus der Region Einsiedeln alles in eigener Regie organisiert habe und somit viele Nebenkosten zugunsten des Benefizbetrags sparen konnte.

Wie erklären Sie sich den recht hohen Betrag, den Sie mit diesem Benefizkonzert generiert haben?

Ich hatte zwei Hauptsponsoren, die ich aber nicht nennen darf. Sie haben das Benefizkonzert erst ermöglicht. Zudem hatte ich Freunde, die beste Werbung gemacht haben, zum einen Gery Kälin, zum andern Heino von Prondzynski.

Strahlt ein Benefizkonzert für das Kloster Einsiedeln ewas ganz Spezielles aus?

Absolut! Im Bewusstsein, das Kloster zu unterstützen, muss ein solches Konzert die Zuhörerschaft in jeder Hinsicht begeistern. Das Konzert soll ein gern gehörtes musikalisch-geistliches Meisterwerk in einer besonderen Interpretation bieten.

Und was fasziniert und begeistert Sie an der Organisation eines solchen Konzerts sonst noch?

Da ich ein Benefizkonzert als Trialog zwischen der Spiritualität des entsprechenden Werks, seines klanglichen Erscheinungsbilds und des gewünschten Benefizertrags empfinde, muss ich mich notwendigerweise all diesen Herausforderungen stellen. Dies bedeutet, den riesigen Spannungsbogen vom Anfang der Organisation an über die Aufführung des Werks zu erkennen und das eigentliche Ziel, den gewünschten Benefizertrag, vorausahnend und vorauskalkulierbar abzuschätzen.

Es war nicht das erste Mal, dass Sie ein Benefizkonzert für das Kloster Einsiedeln gegeben haben …

… Vorausgegangen sind 1999 das Verdi-Requiem und 2004 das Dvorak-Requiem. Aus musikalischer Sicht ist mir kein Benefizkonzert besser gelungen als das Mozart-Requiem.

Wer ist Ihr Vorbild für Benefizkonzerte?

Meine Eltern. Sie haben zusammen mit der Musikschule immer solche Konzerte in Altersheimen, Kliniken und Spitälern durchgeführt.

Haben Sie im Hinterkopf schon wieder ein nächstes Benefizkonzert zugunsten des Klosters Einsiedeln?

Ja, eventuell 2012 Mozarts Gros-se Messe in c-Moll!

Steckbrief

Vorname: Giovanni

Name: Bria

Jahrgang: 1934

Wohnort: Rüti ZH

Beruf: Dirigent, Pianist,
Musikwissen-
schaftler

Hobbys: Philosophie,
Geschichte, Mystik,
Malerei, Architektur

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.02.2011

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schwyzkultur.ch/n6bc6Y