m Studio mit Francine Jordi: Die Heimweh-Stimmen mit Bernhard Betschart (Zweiter von links) und Jens Stössel (Vierter von links). Bild: PD
m Studio mit Francine Jordi: Die Heimweh-Stimmen mit Bernhard Betschart (Zweiter von links) und Jens Stössel (Vierter von links). Bild: PD

Musik

Jens Stössel im Duett mit Francine Jordi

Das neue Heimweh-Album ist ab heute erhältlich. Es hat mehr Tiefe als die vorgängigen Alben. «Es ist anders», meint Stössel.

«Heicho» heisst der Titel, den Jens Stössel im Duett mit Francine Jordi singt. «Die Frauenstimme bringt eine ganz neue Facette auf unser Album», sagt der Musiker. Francine Jordi habe sofort und begeistert zugesagt, als man sie für das Duett angefragt habe. «Sie ist unglaublich professionell, sie war für die Studioaufnahme top vorbereitet», sagt Stössel. «Heicho» ist ein Titel, der Jens Stössel sehr wichtig ist. «Ich werde wohl bald wieder nach Illgau heimkehren », sagt der Musiker, der einige Jahre in Brunnen wohnte. Deswegen sei das Lied für ihn sehr emotional. «Es isch wie heicho, e Stimm, wo seid, weisch no, es Liecht, wo dier zeigt, wo du häreghörsch.»


Für jeden Sänger das passende Lied


Chorgründer und Songschreiber Georg Schlunegger achte darauf, dass die Lieder auf jeden Sänger zugeschnitten seien. «Äs isch Alpabfahrt bi üs im Tal, mier juuzid eis und stossid a», singt zum Beispiel Bernhard Betschart. Diese Zeile ist nicht gekünstelt gesungen. Bernhard Betschart ist schon seit Jahren auf Alpabfahrten dabei, er bringt das Vieh wieder in sein Zuhause im Talboden. «Von klein auf bin ich mit unserem eigenen Vieh auf die Muotathaler Alp Goldplangg gefahren, und heute helfe ich – wann immer ich Zeit habe – meinen Freunden auf der Glattalp und auf der Schafhirte Brunalpeli aufund abfahren.» Schon zu Beginn des Liedes «Alpabfahrt» bringt Bernhard Betschart einen sogenannten Löckler (Viehlockruf). Für den Musiker ist dies ein besonderer Teil auf dem Album, es liegt ihm am Herzen, dass der Naturjuuz in seiner überlieferten Form noch lange erhalten bleibt. Das Mitglied der Muotataler Formation Natur pur gibt auch Naturjuuz-Workshops im In- und Ausland wie etwa in Berlin. «Der Einstieg ins Lied überrascht», sagt Jens Stössel, «ich finde es einzigartig.» Das Heimweh-Album mit dem Titel «Ärdeschön» beinhaltet zehn Titel. «Ein Highlight des Albums ist für mich das Stück ‹Dunkle Wermut›», sagt Jens Stössel. Es ist ein eher düsteres Lied, das durch die kratzige Stimme von Ralph Güntlisberger in seiner Wehmut noch bestärkt wird. «Dunkle Wermut hemmer trunke ... lang isch das verbii, doch vo Ziit zu Ziit, wenn e Sunneabemond am Himmel steiid, hocke ich verruss, nimme nu e Schluck und lose, wie de Wind dis Lache zu mier treid.» «Dieses Lied hat eine enorme Tiefe», schwärmt Jens Stössel. Der Musiker, der auch mit seiner Coverband Jampigs regelmässig unterwegs ist, findet, dass das Heimweh-Album allgemein mehr auffällt als die vorgängigen drei Alben. «Wir kennen uns, unsere Geschichten und unsere Stärken und Schwächen mittlerweile sehr gut», sagt Jens Stössel. Heimweh ist zu einer eingeschweissten Truppe geworden. Es ist ja auch nicht selbstverständlich, dass eine vor vier Jahren zufällig zusammengewürfelte Gruppe so dermassen gut zueinander gefunden hat.


Nicolas Senn und Lisa Stoll sind auch vertreten


Auf dem Album hat es neben Francine Jordi übrigens noch weitere Gastmusiker. Daria Occhini, die mit dem Chor in der Sendung «Happy Day» «Rosmarie» singen durfte, ist im Stück «Buurehuus» vertreten. Das Lied «Nume einisch» wird durch Nicolas Senn verstärkt, und in «Ärdeschön» spielt Alphornbläserin Lisa Stoll. Das Album «Ärdeschön» von Heimweh ist ab heute im Handel erhältlich. Am 3. November spielt Heimweh im Lorzensaal in Cham. Konzerte im Kanton Schwyz sind momentan noch keine geplant.


Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

13.09.2019

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schwyzkultur.ch/bnECtw