Hat das Publikum und die Jury überzeugt: Anna Rossinelli bei ihrem Auftritt in Kreuzlingen. (Bild: SF)
Hat das Publikum und die Jury überzeugt: Anna Rossinelli bei ihrem Auftritt in Kreuzlingen. (Bild: SF)
Rang vier: Die Band «CH» mit dem Brunner Musiker Nori Rickenbacher. (Bild: SF)
Rang vier: Die Band «CH» mit dem Brunner Musiker Nori Rickenbacher. (Bild: SF)
Trotz nackter Haut reichte es nicht zum Sieg: «Polly Duster» aus Steinen klassierten sich auf Rang 8. (Bild: SF)
Trotz nackter Haut reichte es nicht zum Sieg: «Polly Duster» aus Steinen klassierten sich auf Rang 8. (Bild: SF)

Musik

Keine Schwyzer am Eurovision Song Contest

Schwyz wird nächstes Jahr am Eurovision Song Contest in Düsseldorf nicht vertreten sein. Sowohl Polly Duster aus Steinen als auch «CH» mit dem Brunner Nori Rickenbacher konnten trotz toller Show nicht reüssieren. Anna Rossinelli machte das Rennen.

In der «grossen Entscheidungsshow ─ Eurovision Song Contest 2011» in der Kreuzlinger Bodensee-Arena wurde am Samstagabend der «Star für Düsseldorf», der Schweizer Teilnehmer für den grössten Gesangswettbewerb Europas, gesucht. Über 500 Interpreten hatten sich angemeldet, 12 Bands durften in Kreuzlingen um den Siegerplatz singen. Die TV-Zuschauer bestimmten nach den Darbietungen mittels Televoting, wer die Schweiz am ESC in Düsseldorf vertreten soll.

Polly Duster machten den Anfang

Der Steiner Party-Band fiel die Ehre zu, den Abend zu eröffnen. Wie man es von ihnen gewohnt ist, brachten die Jungs um Roger «Schöni» Schönenberger mit «Up to You» den Saal zum Kochen. Studio-Experte Nik Hartmann («SF bi de Lüüt») brachte es auf den Punkt: «Diese Jungs können einfach performen!»

Padi Bernhard als Fan dabei

Unter den begeisterten Fans befand sich auch Padi Bernhard, vor zwei Wochen anlässlich des Finals «Kampf der Chöre» noch selber als Chorleiter seines Bernheart-Chors auf der Kreuzlinger Bühne. Wirksam machte Sänger «Schöni» Werbung für das Voting: Die Startnummer «01» war gross auf seinem Oberschenkel aufgemalt und wurde nach dem Lüften des Rocks der Kamera präsentiert – womit auch klar ist, was die Jungs «darunter» tragen.

«CH» mit Nori Rickenbacher

Mit der Startnummer 09 folgte der Auftritt von «CH», mit dem Brunner Nori Rickenbacher, der Bernerin Kisha und dem Nidwaldner Reto Burrell diejenige Band, die aus den prominentesten Namen des Abends bestand. Ihr New-Country-Song «Gib nid uf» war auch der einzige Titel, der vollständig auf Schweizerdeutsch gesungen wurde, und symbolisiert, dass die Schweiz auch nach den vielen «zéro points» vergangener Eurovision-Wettbewerbe nicht aufgeben soll. «Gib nid uf» begeisterte das Publikum und auch Studio-Experte Peter Reber: «Das ist der Song mit dem grössten nationalen Hitpotenzial, ein toller Titel, super gesungen!»

Anna Rossinelli gewinnt

DieStudio-Experten Peter Reber und Francine Jordi hätten ihre Stimme dem Song «Gib nid uf» von «CH» gegeben. Das 20-minütige Publikum-Voting ergab dann aber klar, dass die 23-jährige Baslerin Anna Rossinelli im Mai 2011 die Schweiz am Eurovision Song Contest in Düsseldorf vertreten darf.
«CH» wurden gute Vierte, Polly Duster landete auf dem achten Rang.

Schlussrangliste

- 1. Anna Rossinelli (23.93 %)

- 2. Bernarda Brunovic (13.36 %)

- 3. Ilira and The Colors (13.05 %)

- 4. CH (11.73 %)

- 5. The Glue (8.21 %)

- 6. Sarah Burgess (7.7 %)

- 7. Aliose (6.49 %)

- 8. Polly Duster (4.36 %)

- 9. Andrina (3.3 %)

- 10. Scilla (2.88 %)

- 11. Duke (2.66 %)

- 12. Dominique Borriello (2.33 %)

Zum Thema

- 29.11.2010: Grosse Unterstützung für Polly Duster

- 17.11.2010: «So, fertig jetzt mit “zero points“»

Weitere Infos

- eurovision.sf.tv
Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.12.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/ZdX28X