Erlebt den medialen Hype hautnah mit: Der Gersauer Musiker Andreas Achermann spielt in Luca Hännis Band Piano.
Erlebt den medialen Hype hautnah mit: Der Gersauer Musiker Andreas Achermann spielt in Luca Hännis Band Piano.

Musik

«Kids kreischen Lucas Songs mit»

Luca Hänni aus Uetendorf ist der neue Teeniestar. In der Band des Siegers der Castingshow DSDS spielt der Gersauer Musiker Andreas Achermann Keyboard.

Mit Andreas Achermann sprach Silvia Camenzind

Sind Sie Berufsmusiker?

«Ich bin gerade daran, Berufsmusiker zu werden. Momentan studiere ich noch Jazz in Freiburg, ab nächstem Jahr dann Pop in Zürich. Beides im Hauptfach Piano. Der Übergang vom Studium zum Berufsleben geht in der Musik aber sehr fliessend.»

Wie kamen Sie zum Engagement bei Teeniestar Luca Hänni?

«Der Musical-Director von DSDS, beziehungsweise der Luca Hänni-Tour, wurde auf mich bei einem Semesterabschlusskonzert der Hochschule aufmerksam. Von da an ging alles sehr rasch.»

Sind Sie das erste Mal auf Deutschland- Tournee?

«Zusammen mit Luca schon, ja. Momentan komme ich nur an Wochenenden zum Einsatz. Im Oktober geht dann aber die richtige Tour los. Da wird täglich und quer durch Deutschland, Österreich und natürlich auch die Schweiz gespielt.»

Wo zum Beispiel in der Schweiz?

«Der einzigeTermin, welchen ich jetzt im Kopf habe, ist am 9. November im Volkshaus Zürich.»

Wie nennt sich die Band?

«Wir treten als Luca Hänni & Band auf. Wir sind ja sonst keine feste Band, sondern vielmehr ein zusammengewürfelter Haufen von Musikern, welcher aber super funktioniert.»

Welche Instrumente spielen Sie?

«Neben ein paar Backgroundgesangspassagen bin ich vor allem Keyboarder in der Band.»

Hat Luca bereits ein Repertoire, oder geht es vor allem um seinen Hit «Don’t Think About Me»?

«Wir spielen momentan eine Handvoll Stücke aus Lucas aktueller Platte ‹My Name Is Luca›. Darauf sind viele Eigenkompositionen wie auch ein paar Covertitel. ‹Don’t Think About Me› mag zwar der Soundtrack zu Lucas Erfolg sein, jedoch kreischen die Kids natürlich auch alles andere mit, das sie von der CD kennen.»

Herrscht also tatsächlich ein Wahnsinns-Hype um Luca Hänni?

«Diesen Hype erfahre ich immer wieder extrem. Kommt man an einem Ort an, warten schon ein DutzendTeenies vor dem Backstageeingang und durchstöbern unsern Bus nach Luca. Selbst wir von der Band müssen ständig Autogramme geben und Fotos machen. Auf der Bühne ist dann natürlich eine Stunde Hochfrequenzalarm angesagt.»

Was seine Fans interessiert: Wie ist Luca Hänni?

In letzter Zeit habe ich einige ehemalige DSDS-Gewinner kennengelernt und war erstaunt, wie freundlich und frei von irgendwelchen Starallüren diese Typen trotz dem ganzen Hype um ihre Person doch waren. Gerade Luca scheint alles andere als abgehoben, auch wenn man den Altersunterschied im Gespräch doch wahrnimmt. Er zeigt sich stets sehr respektvoll und, egal wie lange er schon unterwegs ist, immer auf Trab und gut gelaunt.

Wie viel zählt, dass Sie auch Schweizer sind?

Luca freut sich natürlich, dass mit mir noch ein Schweizer mit von der Partie ist. Unser Musical-Director meinte zudem, dass er während DSDS dank Luca einmal mehr über die schweizerische Gelassenheit staunen konnte.

Wollen vor allem Mädchen Luca hören?

«Ja, die Zielgruppe liegt zu einem sehr grossen Prozentsatz bei Mädchen von 10 bis 20 Jahren.»

Was lernen Sie dabei?

«Ich sehe die ganze Aktion vor allem als Performance-Workshop. Musikalisch ist das Ganze eher weniger anspruchsvoll. Es tut jedoch gut, mal die Erfahrung zu machen, vor Tausenden Leuten zu stehen, und es ist sehr interessant, einen solchen medialen Hype um eine Person live mitzuerleben. Zudem lernt man Backstage viele andere Bands und Musiker wie auch einflussreiche Manager kennen. Von solchen Kontakten kann man immer profitieren.»

Wie sehen Sie Ihre weitere Karriere als Musiker?

«Das ist als Musiker immer schwer zu sagen, da vieles von Zufall abhängt – sei es als Studiomusiker, Song- oder Jingleschreiber, Produzent oder mit einer Band auf der Bühne.Wichtig ist, dass man jede Chance, die einem das Leben offeriert, ausnutzt und sich keine Gelegenheit entgehen lässt.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.07.2012

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schwyzkultur.ch/qGnsE6