Roland Kälin: «Spass an der Musik weitergeben» Bild Philipp Fanchini
Roland Kälin: «Spass an der Musik weitergeben» Bild Philipp Fanchini

Musik

Roland Kälin, spielt  am Festival «Alpentöne»

Die Einsiedler Formation «Hejbsch-Brass» spielt mit den Geschwistern Schönbächler am renommierten internationalen Musikfestival «Alpentöne» in Altdorf. Für die Musiker von «Hejbsch-Brass» ist dies Neuland.

Mit Roland Kälin sprach Philipp Fanchini

«Hejbsch-Brass» wird am 13. August zusammen mit den Geschwistern Schönbächler in Altdorf auf dem Lehnplatz ein Konzert geben. Was ist das für ein Gefühl für Sie? Sind Sie nervöser als vor anderen Konzerten?

Ein wenig vielleicht. Das liegt aber nicht am Ort, obwohl Altdorf eine sehr grundlegende Bedeutung für die Schweizer Musik hat. Egal wo wir spielen, wir bemühen uns immer, ein gutes Konzert zu geben. Mit den Geschwistern Schönbächler wird es aber vor allem in musikalischer Hinsicht eine Herausforderung für mich und meine vier Mitmusiker von «Hejbsch-Brass». Das treibt den Puls schon etwas hoch.

Was heisst das genau?

Wir spielen mit den Geschwistern Schönbächler nicht das, was wir mit «Hejbsch-Brass» sonst so machen. Im Vordergrund soll der Gesang stehen und unsere Musik soll diesen noch mehr hervorheben. Da der Gesang der Geschwister Schönbächler stark vom Muotathaler Naturjuz geprägt ist, mussten wir uns erst darauf einlassen. Die Schönbächlers arbeiten auch viel mit Improvisationen, wohingegen wir Noten und feste Abläufe gewohnt sind. Das alles unter einen Hut zu bringen ist eine Herausforderung.

Was sind Ihre Ziele mit «Hejbsch-Brass»?

«Hejbsch-Brass» haben wir gegründet, um spielerisch anspruchsvolle Musik zu machen, die uns selbst Spass macht und uns herausfordert. Insofern passt uns dieses Projekt sehr gut und wir freuen uns auf das Konzert.

Haben sich diese Ziele verändert,jetzt, da Sie an einem derart renommierten Festival teilnehmen können?

Wir sehen das alles eigentlich locker. Bisher haben wir an Geburtstagen oder Jubiläen gespielt oder Promenaden-Konzerte gegeben. Allerdings kamen schon nach unseren ersten Auftritten Anfragen aus dem Publikum. Da mussten wir uns natürlich Visitenkarten besorgen. Derzeit sind wir daran, uns eine Website aufzubauen. Diese Nachfrage sehen wir alle sehr positiv, denn wir haben Spass an der Musik und möchten diesen mit Konzerten den Menschen weitergeben. In Altdorf möchten wir uns natürlich so gut wie möglich präsentieren, aber unsere Ziele haben sich dadurch nicht verändert.

Wie laufen die Proben?

Wir haben das Projekt im letzten Herbst in Angriff genommen. Die Proben laufen sehr gut. Anfänglich waren wir etwas skeptisch, ob Blasmusik und Naturjodel zusammenzubringen sind. Es dauerte aber nicht lange und wir alle waren überzeugt von unserer Musik.

Radio DRS 2 überträgt einige Konzerte live vom Festival. Wird auch Ihr Konzert vom Radio übertragen?

In unserer Probe vom letzten Montag besuchte uns tatsächlich jemand von Radio DRS. Unsere Musik wurde aufgenommen und es wurden Interviews geführt. Wann das Ganze aber ausgestrahlt werden soll, weiss ich nicht.

Was liegt Ihnen mehr, kleine Formationen wie «Hejbsch-Brass», oder grosse wie der Musikverein Euthal?

Als Instrumentalist sind mir kleine Formationen lieber. Es ist wie in einer Band und man ist einfach sehr flexibel. Als Dirigent gefallen mir grosse Formationen wie die Feldmusik Euthal besser, weil da mehr Struktur herrscht.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.08.2011

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schwyzkultur.ch/QrcjAb