Die Feldmusik Gross erreichte beim Unterhaltungsmusikwettbewerb mit dem Stück «.ch» von 22 Teilnehmern der Unterstufe den 2. Rang. Fotos: René Steiner
Die Feldmusik Gross erreichte beim Unterhaltungsmusikwettbewerb mit dem Stück «.ch» von 22 Teilnehmern der Unterstufe den 2. Rang. Fotos: René Steiner

Musik

Solide Auftritte und zufriedene Musikanten

Das grösste Blasmusikfest ging mit dem zweiten Wochenende und weiteren 284 teilnehmenden Musikvereinen zu Ende. Unter ihnen aus unserer Region die Feldmusiken aus Rothenthurm und Gross. Sie kehrten erfolgreich aus der Westschweiz zurück.

Am 34. Eidgenössischen Musikfest von Montreux bis Vevey nahmen insgesamt 556 Musikvereine in verschiedenen Besetzungstypen und Stärkeklassen teil. Zur zweiten Welle stellten sich 284 Musikvereine den Jurys, darunter die besten Brass Bands der Schweiz. Nach dem Grosserfolg des Blasorchesters Siebnen am letzten Sonntag heimste die Brass Band Ancienne Cécilia von Chermignon aus dem Wallis mit sagenhaften 196,33 Punkten den Königstitel der helvetischen Brass Bands ein. Am Wettbewerb massen sich ausserdem 27 Brass Bands der ersten Klasse.

Glückliche Rothenthurmer

Unter den 107 Teilnehmern der dritten Stärkeklasse Harmonie interessierte vor allem das Abschneiden der Feldmusik Rothenthurm. Im stilvollen Saal des Nobelhotels Palace gelang den knapp 30 Musikanten unter der Leitung von Markus Bolt das hörenswerte Aufgabestück «Colorado» sehr gut. Franco Cesarini hat da ein sehr gefälliges Werk mit zahlreichen Soloeinlagen komponiert. Hier zeigten die verschiede nen Solisten ihr Können. Auch im Selbstwahlstück «Like a Child» finden sich schöne Melodien. Der Vortrag machte einen gesamtheitlichen Eindruck und kam rassig daher. Entsprechend der Jubel bei der Bekanntgabe des Resultats! Mit dem Abschneiden zeigten sich die Rothenthurmer allgemein zufrieden, auch Markus Bolt bezeichnete den Auftritt seiner Truppe als «sehr gut». Rothenthurm erreichte mit den 176.67 Punkten den guten 5. Rang. In der gleichen Klasse sorgten aus dem Kanton Schwyz auch die Musikgesellschaft Reichenburg sowie die Feldmusik Seewen für gute Resultate. Die Märchler erreichten mit ihren 185.66 Punkten den dritten, die Innerschwyzer mit 182.33 Punkten den vierten Rang ihrer Abteilung.

Aufsehenerregender Höfner Beitrag

Genauso glücklich über die beiden gelungenen Vorträge zeigte sich der Musikverein Schindellegi-Feusisberg. Unter der präzisen und sicheren Stabführung von Rafael Camartin hätten sie beinahe das oberste Treppchen erreicht. Mit ihren 195 Punkten lagen sie mit der Civica Filarmonica Bellinzona gleichauf, doch Sieger Bellinzona hatte mit einem Punkt mehr im Aufgabestück die Nase vorn. Auch das Aufgabestück der Harmonie 2. Klasse zeigte sich als hörenswerte Komposition, dabei zeichneten sich die Höfner Musikanten mit guten Phrasen und schön gestalteten Übergängen aus. Mit «Magellan's Voyage to Unknown Continent» setzten sie weitere Akzente. Irgendwie Dschungelmusik, viele rhythmische Wechsel, eindrucksvolle Tutti-Stellen und ein pompöser Schluss  der Vortrag beeindruckte Zuhörer und Jury. Mit der Feldmusik Küssnacht kam ein weiterer Teilnehmer der 116 Harmonien 2. Klasse aus dem Kanton. Küssnacht erreichte in Vevey mit 168.66 Punkten den 14. Rang.

Resultat gut, Ablauf fragwürdig

Zum Unterhaltungsmusikwettbewerb trafen sich in Burier vier Orchester der Ober- und 22 der Unterstufe. Mit dabei auch die Feldmusik Gross. Mit «.ch» spielten sich die 32 Grosser unter Sebastian Rauchenstein in die Herzen der Zuhörer. Ihr Programm mit lauter abwechslungsreicher Schweizer Kost, erfrischend und packend vorgetragen und ausklingend mit der mehrstimmigen Gesangseinlage, begeisterte nicht nur das Publikum. Die Experten belohnten den Auftritt mit 92,33 Punkten, was den ausgezeichneten zweiten Rang in der Kategorie Harmonie Unterstufe bedeutete. Etwas seltsam mutete allerdings das Prozedere zum anschliessenden Cupwettbewerb an. Mit der zweithöchsten Punktezahl durfte Gross nicht mitmischen. Der nachträgliche Blick ins Reglement zeigt allerdings, dass der Entscheid zwar richtig, aber völlig unzureichend kommuniziert worden ist. Endlich hat der Schwyzer Kantonal Musikverband etwas Wichtiges anzupacken.

Bessere Marschmusikresultate

Musste man die Schwyzer Auftritte bei der Parademusik am ersten Wochenende als eher mässig bezeichnen, sorgten am vergangenen Wochenende die vier Vertreter aus unserem Kanton für punktemässig ansprechende Leistungen. Mit «Gruss an Rothenthurm» erreichte Rothenthurm 83.67 Punkte, was Rang 22 bedeutete. Drei Ränge weiter hinten finden wir Seewen m

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.06.2016

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schwyzkultur.ch/vxjDG2