Das Blasorchester Siebnen trat in der Höchstklasse ein und zeigte eine Topleistung, welche mit dem sechsten Rang belohnt wurde.
Das Blasorchester Siebnen trat in der Höchstklasse ein und zeigte eine Topleistung, welche mit dem sechsten Rang belohnt wurde.

Musik

Steinen und Wangen siegten

Grosserfolg für die Blasmusikvereine von Steinen und Wangen. In ihrer jeweiligen Kategorie für Unterhaltungsmusik holten sie sich am Eidg. Musikfest in St. Gallen den Sieg. Am ersten Wochenende standen acht Schwyzer Vereine im Einsatz.

Dass sie sich voll auf die Sparte anspruchsvoller Unterhaltungsmusik konzentriert haben, hat sich für die Musikgesellschaft Steinen und den Musikverein Wangen absolut gelohnt. Sie holten sich in dieser beim Publikum äusserst beliebten Kategorie und vor der jeweiligen Jury quasi den Festsieg. Wangen wagte sich sogar in das erstmals installierte Cup-System, schwang im Halbfinal obenauf und musste sich erst im Final von der Fanfare municipale Vernier geschlagen geben. Steinen trat unter der Direktion von Christof Schnellmann mit «Fätzigs usem Stauffacherdorf» an, Wangen unter der Leitung von Hans Peter Ulrich mit «I Like to Be in America». Beides originelle und sehr unterhaltsame Arrangements.

Siebnen erneut bestes Korps

Die Schwyzerische Spitzenleistung in der Sparte Konzertmusik lieferte aber sicher einmal mehr das Blasorchester Siebnen ab. In der Höchstklasse einen sechsten Platz zu holen, das ist schlicht hervorragend. In dieser Kategorie findet man sonst fast ausschliesslich Stadt-Vereine, die auf ein entsprechend grosses Reservoir an hervorragenden Musikern zurückgreifen können.

Im Regen untergegangen

Bei der Parademusik auf den zwei Strecken konnten die Vereine von Ibach, Bennau und Wollerau wie geplant antreten und bewertet werden, für die Brass Band Musikgesellschaft Willerzell, das Blasorchester Siebnen und die Harmonie Freienbach erwies sich aber alles Proben und Trainieren als umsonst: Ihre Paradeeinsätze mussten wegen Regen leider ersatzlos gestrichen werden. Am ersten Wochenende des Eidg. Musikfestes haben mehr als 250 Vereine mit rund 10 000 Aktiven teilgenommen. Das Wetter allerdings hat wie erwähnt der beliebten, farbenprächtigen Parademusik, aber auch der Festeröffnung und dem Festakt übel mitgespielt. Das OK musste zahlreiche Umdispositionen vornehmen. Die Infrastruktur-Teams haben das aber problemlos bewältigt. Die Konzertlokale dagegen waren dicht besetzt, es herrschte höchste Aufmerksamkeit und Begeisterung.

Ein Land der Musik

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey nahm diese Eindrücke auf und lobte in ihrer Festansprache: «Die Schweiz ist ein Land der Musik, in keinem anderen Land gibt es so viele Musikvereine, und nirgends spielen so viele Menschen ein Instrument.» Bewährt hat sich auch das Festkonzept. Zudem werden die Vereine neu pro jeweiliges Vortragslokal bewertet, sodass keine Verzerrungen in einer Gesamtrangliste mehr möglich sind, weil verschiedenen Jurys unterschiedliche Massstäbe ansetzen.

Schlussrangliste Schwyzer Teilnehmer
Konzertmusik Höchstklasse Harmonie

Blasorchester Siebnen
6. Rang – A 92.00 S 95.67 T 187.67

Konzertmusik 1. Klasse Harmonie
Vortragslokal Theater St. Gallen:

Musikverein Verena Wollerau
14. Rang – A 86.00 S 87.33 T 173.33


Vortragslokal Kirche St. Laurenzen:

Harmonie Freienbach
3. Rang – A 91.33 S 87.33 T 178.66
Feldmusik Bennau
9. Rang – A 86.00 S 85.33 T 171.33


Konzertmusik 2. Klasse Brass Band

Brass Band Musikverein Ibach
33. Rang – A 80.00 S 80.00 T 160.00

Konzertmusik 3. Klasse Brass Band

Brassband Musikverein Willerzell
14. Rang – A 83.67 S 78.67 T 162.34

Unterhaltungsmusik Mittelstufe
Vortragslokal Athletik Zentrum:

Musikgesellschaft Steinen
1. Rang – 89.67


Vortragslokal Aula Kantonsschule:

Musikverein Wangen
1. Rang – 91.33
Teilnahme am Cupsystem, Sieg im Halbfinal,
im Final dann 2. Schlussrang


Parademusik
Jury X:

Brassband Musikverein Ibach
21. Rang – 80.33
Feldmusik Bennau
31. Rang – 78.33

Jury Y:

Musikverein Verena Wollerau
21. Rang – 80.00


A = Aufagabenstück
S = Selbstwahlstück
T = Total A und S

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.06.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/kxcs6W