In ein anderes Jahrzehnt zurückversetzt: Caroline Chevin bringt uns nostalgische Stimmung – bildlich und musikalisch.
In ein anderes Jahrzehnt zurückversetzt: Caroline Chevin bringt uns nostalgische Stimmung – bildlich und musikalisch.

Musik

«Top Ten? Wer hätte das gedacht?»

«Back In The Days» heisst das neue Album von Caroline Chevin. Die Weggiser Sängerin spricht über ihre Inspirationen, ihr Image und ihren grössten Bühnentraum.

Mit Caroline Chevin sprach Nicole Stössel

Am Freitag kommt dein zweites Soloalbum «Back In The Days» in den Handel. Was geht in dir vor?

«Im Moment bin ich ziemlich beschäftigt mit dem ganzen Promotionsrummel und Proben. Ich freue mich unendlich, dass der Tag des Releases naht. Es ist langsam Zeit geworden. Als kürzlich mein Staubsauger explodierte und kurz darauf das Auto den Geist aufgab, dachte ich: Jetzt ist genug. Jetzt muss das Album raus.»

Beschreibe das Album in wenigen Worten.

«Ich sage nur: Put on your Dancing Shoes!»

Was hat sich gegenüber dem ersten Album «Feel Real», das hauptsächlich eingängige Akustik-Pop-Nummern hervorbrachte, verändert?

«Das Album ‹Feel Real› war eindeutig die Grundmauer meines Soloschaffens. Ich habe jahrelang die unterschiedlichsten Sachen ausprobiert (Coverbands, Projekte mit diversen Bands, Musical), dass ich mich erst einmal musikalisch finden musste. Eine Veränderung beim zweiten Album war deswegen die logische Folge. ‹Back In The Days› ist etwas souliger geworden als ‹Feel Real›. Dies war jedoch keineswegs geplant. Es hat sich einfach so ergeben.»

Im Studio?

«Ja. Ich habe das Album in intensiver Zusammenarbeit mit dem Produzenten Philipp Schweidler (Seven, Mark Sway) aufgenommen. Er kann sehr gut auf einen einzelnen Künstler eingehen. Er wollte mir niemals einen Stempel aufdrücken.»

Habt ihr die Songs zusammen geschrieben?

«Wir hatten eine super Zusammenarbeit. Wir haben uns vor dem Studio viel getroffen und einzelne Songfetzen zusammengetragen. Schliesslich hatten wir einen Pool von rund 40 Songideen. Wir mussten uns schliesslich entscheiden, welche Songschnipsel genug stark waren. Diese wurden dann für das Album weiterverarbeitet.»

Du konntest dich aber immer selber in den Songs einbringen?

«Ich habe für jeden Song den Text und die Musik mitgeschrieben. Das ist mir sehr wichtig.»

Welche Musik hat dich beeinflusst?

«Ich habe als Kind mit meiner Freundin vor dem Spiegel zu Aretha Franklins Musik getanzt. Deswegen ist mein heutiger Musikstil wohl nicht weit hergeholt.»

Inwiefern haben dich deine früheren Coverbands «Funky Monks» und «Freexone » inspiriert?

«Wir hatten bei diesen Bands immer soulig-funkige Stücke im Repertoire. Die ‹Funky Monks› und ‹Freexone› waren ein wichtiger Teil meiner musikalischen Karriere, den ich nie verleugnen würde. Er hat mir den Weg zu meinen Soloalben geöffnet. Ich konnte jahrelange Liveerfahrung sammeln.»

Deine Single «Back In The Days» läuft bereits seit Wochen bei verschiedenen Radiostationen rauf und runter. Seit zwei Wochen befindet sich der Song in den Top Ten der Airplaycharts ...

«Das ist einfach unglaublich! Wer hätte das gedacht? Die Verantwortlichen meiner Plattenfirma haben mal zu mir gesagt: ‹Ab in die Top Ten!› Ich habe daraufhin geschmunzelt. Und nun ist es so weit!»

Wie sind die Reaktionen auf den Song?

«Ich erhalte extrem viele Reaktionen. Ich erhalte vor allem SMS von der Innerschweizer Fraktion, die mich immer unterstützt hat. Das ist schon cool. Kürzlich hatte ich auch ein super Erlebnis. Ich war in meiner Wohnung in Zürich, und ein Bauarbeiter, der vor meinem Fenster arbeitete, trällerte in voller Lautstärke mein Lied am Radio mit. Das war recht speziell.»

Du nimmst also auch Reaktionen von fremden Personen wahr.

«Ja, und die meisten meinen, dass ich keine Schweizer Künstlerin sei. Viele meinen, meine Musik sei amerikanisch oder englisch.»

Du hattest ja zumindest amerikanische Unterstützung auf dem Album.

«Ja, die Bläserarrangements kamen von den Dub-Kings per Datenaustausch aus Brooklyn. Die Dub-Kings sind auf sechs Songs von Amy Winehouses Erfolgsalbum «Back to Black» zu hören.»

Auf welchem Label kommt dein Album raus?

«Mein Label heisst Nation Music. Unter anderem ist auch Seven bei ihnen unter Vertrag. Mein Produzent Philipp Schweidler kennt die Verantwortlichen des Labels gut. Deswegen habe ich grossesVertrauen in sie. Sie haben mich in allen Belangen einfach machen lassen.»

Auf deinem Promobild hätte ic

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

25.08.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/BUnP9W