Inniges Duett: Singt auf YouTube bei «ha gmeint» nicht nur mit vielen Freunden, Bekannten, Band- und Ex-Chormitgliedern zusammen, sondern auch mit seiner eigenen Frau Beatrice.
Inniges Duett: Singt auf YouTube bei «ha gmeint» nicht nur mit vielen Freunden, Bekannten, Band- und Ex-Chormitgliedern zusammen, sondern auch mit seiner eigenen Frau Beatrice.
Videoclip mit vielen Freunden von Bernhard - 1

Musik

Videoclip mit vielen Freunden von Bernhard

Die Band «Bernhard» hat die Ballade «ha gmeint» als Single und Videoclip veröffentlicht. Im Video spielen viele bekannte Gesichter mit – allesamt Freunde und Familienmitglieder von Bernhard.

Mit Padi Bernhard sprach Nicole Auf der Maur

Wieso veröffentlicht ihr den Song «ha gmeint» jetzt als Single?

«Den Wunsch, ‹ha gmeint› als Single zu veröffentlichen, hatten wir schon lange. Die Idee zur Umsetzung kam vor wenigen Wochen, als ich realisierte, dass unser Album «Nordsüdostwest » nun langsam in Vergessenheit gerät – und damit auch dieser eine Song, der bei den Leuten immer sehr viele Reaktionen ausgelöst hatte. Es musste also etwas geschehen, bevor nun endgültig alles im grauen Novembernebel versank. Wenn ‹ha gmeint› noch jemanden erreichen sollte, der die CD nicht besitzt, dann mussten wir diesen Song jetzt veröffentlichen. Am besten mit einem passenden Videoclip.»

Wie kamst du auf die Idee des Videos?

Inspiriert wurde ich von einen Videoclip zu ‹Cry› von Godley & Creme aus den 80er-Jahren, der mir schon immer sehr gefallen hat. Ich wollte unbedingt, dass die von mir gesungene Botschaft des Songs ebenfalls von anderen Menschen und Gesichtern übermittelt wird. Der Clip sollte einfach geschnitten und in ‹hartem› Schwarz-Weiss gefilmt sein. Das Wichtigste war aber von Anfang an, dieses echte Empfinden einzufangen, das die Leute beim interpretieren ihrer Zeile empfanden. Jedes Mal, wenn ich beim Dreh Gänsehaut bekam, war die Szene so, wie wir sie wollten. Geschnitten habe ich den Clip dann nach meinem persönlichen Gänsehautfeeling, also: Wenn ich beim Schauen Gänsehaut bekam, hatte ich die Szene gefunden, die am besten passte.»

Wer macht im Videoclip mit?

«Neben der Band und ein paar Ex- Chormitgliedern haben alles Freunde, Bekannte und Verwandte der Band und zu einem grossenTeil von mir mitgemacht. Ich habe vorgängig für jede Zeile eine ganz bestimmte Person ausgesucht und angefragt, und so haben insgesamt fast 40 Personen mitgemacht. Es war toll, wie schnell und unkompliziert die Leute zusagten und sich auf ihre Zeile vorbereiteten.Viele reisten sogar extra von ganz weit her an, um diese eine Zeile zu singen. Eine Statistin verpasste sogar das Umsteigen in Goldau und fuhr von Bern via Goldau und Bellinzona nach Seewen, um nach sechs Stunden Zugfahrt diesen einen Satz in die Kamera zu sagen. Gefreut haben uns natürlich auch die Zusagen von unseren befreundeten Musikerkollegen Nori Rickenbacher, Ursula Wenk, Regula Bauriedl und Roger Schönenberger, die ebenfalls einen Part übernommen haben.»

Wo habt ihr den Clip gedreht?

«Gedreht wurde während drei Tagen im Fotostudio von André Herger in Seewen. Die Zusammenarbeit mit ihm war von hoher Professionalität und Effizienz gezeichnet, und das Resultat spricht ganz eindeutig für ihn und für sein kreatives Schaffen. Wir haben uns aber nicht nur kreativ ergänzt, sondern wussten beide auch ganz genau, wie der Clip schlussendlich aussehen sollte. André kommt ebenfalls im Videoclip vor. Der ‹Macher› hat als Einziger die Augen geschlossen.»

Es ist ein sehr trauriges Lied. Wie kamst du darauf?

«Das ist eine sehr lange Geschichte, aber es hat urssprünglich mit dem verstorbenen Auswanderer ‹Fyrabig-Kari› aus Altdorf angefangen, ging weiter zu meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen und dem Umstand, dass ich 40 Jahre alt geworden bin. Die vielen Reaktionen, die dieses Lied bis jetzt mit sich gebracht haben und jetzt gerade wieder mit sich bringen, zeigen, dass die Leute den positiven Inhalt des Liedes verstehen und sehr dankbar dafür sind, dass ihnen ein kleines Lied wieder mal bewusst macht, dass man jeden Tag so leben sollte, als ob es der letzte sei. Eines Tages wird es ja dann auch der allerletzte Tag sein.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.11.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/gwyp8t