Titelbild der neuen CD: Willi Valotti hat ein «Wyber Gschtörm» mit Gaby Näf, Andrea Ulrich und Martina Rohrer (von links).
Titelbild der neuen CD: Willi Valotti hat ein «Wyber Gschtörm» mit Gaby Näf, Andrea Ulrich und Martina Rohrer (von links).

Musik

«Wyber Gschtörm» mit zwei Schwyzer Musikerinnen

Willis Wyberkapelle hat einen dritten Tonträger produziert, der den sinnigen Titel «Wyber Gschtörm» trägt. Der Toggenburger Akkordeonist glänzt auch diesmal mit seiner Virtuosität, aber auch die drei Musikerinnen Andrea Ulrich, Martina Rohrer (beide Schwyz) und Gaby Näf spielen ihre grossen Stärken aus.

Das Titelbild der neuen CD sagt alles aus: Da reisst Gaby Näf ihre Musikerkollegin Andrea Ulrich an den Haaren, während Martina Rohrer Kapellmeister Willi Valotti mit einem heissen Blick zu betören versucht. Damit soll der Name des dritten Tonträgers von Willis Wyberkapelle aufzeigen, dass es in dieser Formation halt eben mal ein Wyber-Gschtörm gibt. Das sei aber mehr auf der humoristischen als ernsthaften Seite zu suchen, beschwichtigt Willi Valotti.

Musikalische Vielseitigkeit

Willis Wyberkapelle entstand vor elf Jahren, wobei Andrea Ulrich und Gaby Näf schon damals dabei waren. Am Bass spielte die Akkordeonistin Claudia Muff, die auch den Namen der Kapelle kreierte. Als Claudia Muff ihren eigenen musikalischen Weg gehen wollte, kam Martina Rohrer als neue Bass-Spielerin dazu. Die drei äusserst begabten Musikerinnen, die ihr Instrument von der Pike auf gelernt haben, bilden nun zusammen mit dem Toggenburger Willi Valotti eine Formation, die durch ihre Virtuosität und Vielseitigkeit besticht. Das zeigt sich auch auf dem neuen Tonträger, wo es vom Musette-Ländler über Schottisch und Walzer bisTango und Mazurka alles zu hören gibt. Dabei zeichnet sich nicht nur Kapellmeister Willi Valotti als Komponist aus, sondern auchAndrea Ulrich und Gaby Näf, während andere bekannte Musikanten als Urheber von urchigen Tänzen zeichnen, wie Jost Ribary jun., Dani Häusler, Fredy Zwimpfer, Adolf Rogenmoser und Kaspar Muther («Wyber Gschtörm»). Diese CD sei von der Vielseitigkeit her mit dem ersten Tonträger vergleichbar, erklärt Willi Valotti. Die zweite CD hingegen bestand vor allem aus vielen traditionellen Titeln, da die Produktion für eine Tournee in den Westen der USA im Jahre 2005 entstanden war. «Dort wollten sie natürlich besonders die bekannten Tänze hören», ist die Aussage von Willi Valotti.

Nesslau, Schwyz und Illnau

Willi Valotti, 2003 mit dem Goldenen Violinschlüssel ausgezeichnet, wohnt in Nesslau im Toggenburg, wo er als Fünfjähriger auf einem diatonischen Örgeli seine ersten musikalischenVersuche machte.Von 1970 an war er Akkordeonist der Kapelle Heirassa. Andrea Ulrich spielt Akkordeon und Klavier; sie ist Primar- und Musiklehrerin und steht im letzten Jahr der Master-Ausbildung an der Hochschule für Musik in Luzern. Martina Rohrer (Kontrabass) ist mit 25 Jahren die Jüngste im Quartett; sie studiert Elektrotechnik. Gaby Näf (Klarinette, Saxofon, Klavier) wohnt in Illnau und ist als zahnmedizinische Assistentin tätig

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.10.2013

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schwyzkultur.ch/TpgGQ7