Denis Deschenaux, Mario Märchy, Marco Costa, Stefan Küttel und Jonas Inderbitzin sind Seven Years Gone, welche vor kurzem den neuen Song «Small Dreams» veröffentlicht haben. Bild: Denis Deschenaux
Denis Deschenaux, Mario Märchy, Marco Costa, Stefan Küttel und Jonas Inderbitzin sind Seven Years Gone, welche vor kurzem den neuen Song «Small Dreams» veröffentlicht haben. Bild: Denis Deschenaux

Musik

Seven Years Gone mit neuen Songs zurück

2017 wurde ein Musikclip veröffentlicht, zum letzten Mal live hören konnte man die Band 2019. Im Hintergrund hat sie aber hart gearbeitet.

In ihrem letzten Videoclip zum Song «Broken Heart Needs to Cry» ist die Band Seven Years Gone im Hallenbad des Theresianums Ingenbohl im wahrsten Sinne des Wortes abgetaucht. Der Clip zeigte die Band unter Wasser. 2017 feierte dieses Video Premiere und wurde während zwei Wochen am «Bote»- Open-Air-Kino jeweils in der Filmpause gezeigt. Nach diesem schauspielerischen Abtauchen ist die Band – bis auf wenige kleine Auftritte – nach der Videoveröffentlichung ganz in ihr Schaffen abgetaucht. Nach aussen wurde es still um sie. Bandintern ging es aber voll weiter. Seven Years Gone haben ganz viel neues Material geschrieben. 17 Songs sind mittlerweile konzertreif. Es sind alles eigene Stücke, Covers wurden vollkommen aus dem Programm gestrichen. «Wir schreiben jene Musik, die unser Herz berührt», sagt Sänger Marco Costa. Die neuen Song werden am 11. Dezember im Hirschen Pub in Schwyz aufgeführt. Allesamt erleben ihre Premiere, lediglich «Broken Heart Needs to Cry» stammt wie beschrieben aus dem Jahr 2017. Exakt am Konzertabend wird auch die EP «Tape Sessions» mit vier Songs released.

Experiment in der Metallbauhalle


Die ersten beiden Songs wurden im 2inch-records-Studio von Ralph Zünd in Goldau aufgenommen. «Straight to tape», das heisst in Livesessions, jeder Ton ist auf Band, wie er tatsächlich gespielt wurde. Getreu dem Motto «no computers, no editing, no bullshit», wurden im Januar 2020 zwei Songs komplett analog und direkt auf Band aufgenommen. Für diese Sessions hat man Gitarrist Jonas Inderbitzin angefragt, nach den Sessions hat man ihn als Mitglied der Band aufgenommen. Die Liveaufnahmen haben der Band so viel Freude gemacht und so viele unvergessliche Erinnerungen beschert, dass man zwei weitere Songs mit Ralph Zünd aufnehmen wollte. Dieses Mal ging man aber einen Schritt weiter und wagte ein Experiment. Das gesamte Equipment für die Livesessions wurden in eine Metallbauhalle verfrachtet. Dies war ein Riesenaufwand, musste doch jedes Kabel, jede Box, jedes Reglerchen auf die Halle abgestimmt werden. Auch eine kleine Bühne fand Platz, schliesslich drehte man auch gleich einen Videoclip mit Filmemacher Pirmin Henseler zu den Songs. Innerhalb von 48 Stunden sollte das Equipment aufgestellt, zwei Songs aufgenommen und zwei Musikclips abgedreht werden. «Es war einfach nur ein Riesenerlebnis für uns», sagt Sänger Marco Costa. Die Band sei bei den Livesessions mit vollem Herzblut und Gefühl dabei gewesen. «Jeder von uns hat sofort gemerkt, wenn wir den richtigen Take im Kasten hatten», sagt Denis Deschenaux. Bei einer Livesession zählt schliesslich jeder Ton. Seven Years Gone haben die letzten Monate an den Songs gefeilt. «Wir haben uns soundtechnisch enorm weiterentwickelt. Wir wollen uns aber nicht auf einen Stil beschränken», sagt Marco Costa, «da jeder von uns seine Stilrichtung einbringt.» Deswegen ist der Mix auf der EP auch sehr vielfältig. Blues, Pop und Rock in all seinen Facetten. «Das Wichtigste für uns als Band ist es, unsere Storys und Erlebnisse in den Songs festzuhalten», sagt Marco Costa.

Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.11.2021

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