Brig bot eine fantastische Kulisse für das Eidgenössische Jodlerfest. Bilder Swiss-Image / Andy Mettler
Brig bot eine fantastische Kulisse für das Eidgenössische Jodlerfest. Bilder Swiss-Image / Andy Mettler
 Trotz aller Festivitäten: Das Jodeln – in allen möglichen Formationen – stand am Eidgenössischen natürlich im Mittelpunkt. Dabei heimsten die Ausserschwyzer Teilnehmer viel Lob ein.
Trotz aller Festivitäten: Das Jodeln – in allen möglichen Formationen – stand am Eidgenössischen natürlich im Mittelpunkt. Dabei heimsten die Ausserschwyzer Teilnehmer viel Lob ein.

Volkskultur

Ein Jodlerfest wie aus dem Bilderbuch

Beste Stimmung herrschte am Eidgenössischen Jodlerfest in Brig. Dabei gaben Schwyzer Vertreter eine positive Visitenkarte ab.

Brig-Glis erlebte von Freitag bis Sonntag ein eindrückliches 30. Eidgenössisches Jodlerfest. Die hohen Erwartungen des Organisationsteams und der Aktiven wurden übertroffen. Selbst der viertelstündige Nieselregen just zum Auftakt des Festaktes am Sonntag konnte der tollen und friedlichen Stimmung keinen Abbruch tun. Im Gegenteil. Der Regen sorgte für eine willkommene Abkühlung, denn am Freitag und Samstag stieg das Thermometer auf über 30 Grad. Der Abschluss erfolgte am Nachmittag mit dem Festumzug, verfolgt von einer riesigen Zuschauermenge und bei herrlichem Frühsommerwetter.

Ein nationales Spektakel

Rund 11 000 Jodlerinnen und Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger boten ihre Kunst dar. Es war mitunter ein buntes, grossartiges und vor allem farbenfrohes und fröhliches Fest. Mit rund 150 000 Besucherinnen und Besuchern war das Jubiläumsfest auch für die Organisatoren ein Erfolg. Das Jodlerfest ist in der Schweiz ein seltenes Spektakel, das nur alle drei Jahre stattfindet. Die Ausgabe 2017 liess nichts zu wünschen übrig. «Wir hatten grosses Wetterglück», teilten die Organisatoren am Sonntag zum Festabschluss mit.

Viele Schwyzer Teilnehmer …

Natürlich wurde nicht nur gefestet, sondern auch um Noten «gekämpft». Der Kanton Schwyz – so das Fazit – verfügt über hervorragende Jodlerinnen und Jodler sowie Fahnenschwinger, Alphorn- und Büchelbläser. Sie gaben eine ausgezeichnete Visitenkarte ihres Könnens ab. Dabei werden die Leistungen nach einem Punkteschema bewertet, von Klasse 1 (sehr gut) bis Klasse 4 (ungenügend). Viele Schwyzer Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnten die Jury mit der beeindruckenden Note 1 überzeugen. Aber auch weitere Topklassierungen wurden in Brig von den Schwyzern erreicht.

… und einige aus Ausserschwyz

Aus Ausserschwyzer Sicht waren allerdings nicht allzu viele Teilnehmende zu verzeichnen. So nahmen nur drei von sechs Jodelklubs den langen Weg ins Wallis auf sich. Bei den Jodlerinnen Einzeln überzeugte Vroni Fleischmann-Kälin aus Feusisberg mit einer 1, Sandra Dobler aus Galgenen schnitt mit einer 2 ebenfalls gut ab. Bei den Duetten gabs für Isabella Winet aus Wangen und Karin Schuler aus Schübelbach eine glatte 1. Bei den Gruppen heimsten das Jodelchörli Schindellegi und der Jodlerklub Sängertreu Siebnen eine tolle 1 ein, der Jodlerklub Luegisland Wollerau eine gute 2. Einen schönen, jedoch nicht bewerteten Auftritt legte auch die Kleinformation des Nachwuchsjodlerchörlis March hin. Bei den Alphornbläsern war das Stockbärg-Echo mit Yvonne Patrias und Germann Schwendeler aus Galgenen sowie Annalies Ebnöther aus Siebnen am Start. Es verzeichnete die Note 2, ebenso wie die Alphorngruppe Toschtelgruess aus Siebnen. Und schliesslich war noch Hanspeter Barmettler aus Wangen als Fahnenschwinger am Start. Im Einzel erreichte er eine 2, im Duett mit Bruno Bänziger aus Samstagern eine 3.

Eine bleibende Erinnerung

All diese Noten, ob nun auf den ersten Blick zufriedenstellend oder auch mal etwas enttäuschend, werden allerdings bald in den Hintergrund treten. Die Erinnerung an dieses grossartige, national vereinende Fest wird jedoch alle Teilnehmenden ein Leben lang begleiten.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (asz)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

27.06.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/VTFQc2