Von links: Philipp Weber (Bass), André Barmettler (Gitarre) und Michi Inderbitzin (Schlagzeug) sind Comdo Connection. Bild: PD
Von links: Philipp Weber (Bass), André Barmettler (Gitarre) und Michi Inderbitzin (Schlagzeug) sind Comdo Connection. Bild: PD

Musik

«Wir machen Musik für Musiker»

Comdo Connection bringen ihr erstes Album «Rosa» heraus. Alle Stile finden darauf Platz, in hochstehender Spielweise.

 1998. Eine Weile ist das seither. Doch seit diesem Jahr machen Schlagzeuger Michi Inderbitzin und Gitarrist André Barmettler gemeinsame Sache. Noch nie sind sie öffentlich aufgetreten, noch nie haben sie ein Album veröffentlicht. Auch ein Bandname kannte man nicht wirklich. Bis man vor zwei Jahren auf Bassist Philipp Weber stiess. «Wir befinden uns in allen Belangen auf dem gleichen Niveau, es harmoniert einfach », meint André Barmettler. Neben dem menschlichen Aspekt spricht er vor allem auch den musikalischen an. Es ist nämlich tatsächlich so, dass die neu gegründete Band Comdo Connection keineswegs Mainstream-Musik fürs Radio produziert. In diese Musik sollte man reinhören wollen. So definiert die Band ihre Musik ganz klar als Antipop: «Wir machen Musik für Musiker.»

Klischees sind ihnen egal


Die Übergänge sind unvorhergesehen, Tempowechsel sind gang und gäbe, einmal Bossanova da, einmal Rockhymne hier, um sogleich wieder zu Salsa und gleichzeitig Funk zu wechseln. «Uns sind Klischees egal», sagt die Band einstimmig. Mal ist es Hendrix, der sie während des Songschreibens prägt, mal die Red Hot Chili Peppers, ein anderes Mal Led Zeppelin. Einig ist man sich in einem: Am liebsten spielt man alles gemeinsam, unter-, nachund übereinander. «Ich habe mich als Jugendlicher stark vom Gersauer Ausnahmegitarristen Robini Märchy inspirieren lassen», sagt André Barmettler. Ein Song ist deswegen sogar nach ihm benannt. Nun hat die Band ihr erstes Album vorzuweisen. Bei Produzent Jonas Marty hat man im Ried neun Songs innerhalb von drei Tagen live eingespielt. Das Album namens «Rosa» («die ehemalige Besitzerin des Hauses, in dem wir aufnahmen, hiess Rosa») ist ab heute unter dem Label Monobuster Records erhältlich. Das Album besticht nebst abwechslungsreichen Songs durch witzige Songnamen. «Millimeter» ist eine Hommage an die Funkband The Meters. Dann gibt es die «Kaktus- Disco», den «Ivan» und eben den «Robini». Die Single «Millimeter» hat man zuerst gar nicht einspielen wollen. «Am Schluss der Aufnahmen sagte Produzent Jonas Marty, dass es noch Platz für zwei Minuten Musik auf dem Band habe», erklärt André Barmettler, «so haben wir einen 7-Minuten-Song auf einen 2-Minuten-Song runtergebrochen. Jetzt ist er der Hit des Albums.» Auf dem Album spielt auch Keyboarder Martin Imlig mit. «Live sind wir noch ein Trio, sind aber offen für Piano und Gesang», erklärt die Band. Das erste Konzert findet am Oile Air am 30. Juli statt. «Wir sind bereit für Konzerte», sagen die drei Musiker, «wir sind gespannt, was die Zuhörerinnen und Zuhörer sagen.»

Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

29.06.2022

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