Die Männer von Heimweh verarbeiten die Corona-Krise auf ihre Weise und haben das neue Lied «Zämehäbe» veröffentlicht.  Bild zvg
Die Männer von Heimweh verarbeiten die Corona-Krise auf ihre Weise und haben das neue Lied «Zämehäbe» veröffentlicht. Bild zvg
Das neue Lied «Zämehäbe» von Heimweh ist veröffentlicht.  Bild zvg
Das neue Lied «Zämehäbe» von Heimweh ist veröffentlicht. Bild zvg

Musik

«Zämehäbe heisst zäme singe»

Heimweh, der erfolgreichste Männerchor der Schweiz, hat passend zur Corona-Krise ein neues Lied herausgegeben. Mit «Zämehäbe» wollen die Sänger Zuversicht und Hoffnung schenken.

Eigentlich wären die Männer von Heimweh jetzt auf Tournee, um die Lieder aus ihrem im vergangenen Herbst veröffentlichten Album «Ärdeschön» live zu präsentieren. Doch diese fiel dem Coronavirus zum Opfer, sämtliche Konzerte bis vorerst Ende Mai mussten auf den Herbst verschoben werden. Anstatt gemeinsam die grössten Hallen und Säle der Schweiz zu füllen, stand jeder Sänger einzeln im Studio und nahm die Chorstimmen auf. «Das war schon speziell. Der Teamgeist hat schon gefehlt», sagt das jüngste Mitglied Jens Stössel. Denn normalerweise gehe es im Studio sehr kameradschaftlich zu und her. Nun aber stand der Illgauer nur mit Georg Schlunegger, Komponist, Texter und Gründer der Gruppe, in dessen HitMill-Studio in Zürich vor dem Mikrofon. Die Stimmen der zwölf Sänger – und die entsprechenden Video-Aufnahmen – wurden anschliessend zusammengemischt – und «Zämehäbe» war geboren.

Aufmunterung für die Fans


Wer die Musik von Heimweh kennt und liebt, wird auch das neue Lied lieben. «Zämehäbe» erklingt im typischen Heimweh-Stil – harmonischer Männergesang gepaart mit Jodel – und geht vom Ohr direkt ins Herz. «Zämehäbe, zämestah. Mitenang dür dunkli Stunde gah. Zämehäbe, du und i. Bis die Zyte überstande si», singen die zwölf Männer aus allen Ecken der Schweiz – darunter Markus Stadelmann aus Reichenburg, Jens Stössel aus Illgau und Bernhard Betschart aus Muotathal. Obwohl die Stimmen einzeln aufgenommen wurden, spürt man den Zusammenhalt des Chors. Denn «zämehäbe heisst zäme singe», sind sich die Männer einig. «Das Lied soll eine Aufmunterung für die Fans sein und ihnen Energie geben», so Stössel. Es soll all jenen Zuversicht schenken, die in dieser Zeit der Krise alleine sind und ihre Familie und Freunde nicht sehen können. Andererseits ist es denen gewidmet, die gerade Tag und Nacht im Einsatz stehen und Grossartiges leisten.

«Zämehäbe» ist auf allen digitalen Plattformen zum Streamen und Downloaden erhältlich. Mit den Einnahmen unterstützt der Chor mehrere regionale karitative Aktionen und die Glückskette. Jens Stössel sieht in der Krise durchaus auch Positives: «Man kann nun das machen, wofür man sonst keine Zeit hat.» Normalerweise arbeitet der 29-jährige Informatiker in Altendorf. Momentan ist er im Homeoffice tätig. Daneben verbringt er viel Zeit im Garten und geht biken oder joggen – «natürlich nicht dort, wo alle hingehen », sagt er lachend. Zudem widmet er sich vermehrt seinen Instrumenten.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Irene Lustenberger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

16.04.2020

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schwyzkultur.ch/SL5CYq