Brandhölzler: Die Schwyzerin Barbara Betschart strahlt inmitten ihrer Musikkolleginnen und -kollegen. Bild: Josef Grüter
Brandhölzler: Die Schwyzerin Barbara Betschart strahlt inmitten ihrer Musikkolleginnen und -kollegen. Bild: Josef Grüter

Musik

Brandhölzler mit Schwyzer Geigerin

Die Brandhölzler-Striichmusig begeisterte im ausverkauften Chupferturm.

«Willi und Marie – ein Leben ohne Glückspost», so heisst das neue Bühnenprogramm der Toggenburger Brandhölzler-Striichmusig. Die fünf Musikerinnen und Musiker spielen in Originalbesetzung typische Toggenburger und Appenzeller Tänze. Ihr Repertoire besteht aber nicht nur aus Musik, auch theatralische Einlagen und Gesang beherrschen sie bestens. Eine Liebesgeschichte zwischen Willi und Marie bildet den roten Faden durch das Programms. Verschiedene Briefe, ja sogar Post via Handy verraten intime Details dieser Liebesbeziehung. Schräg und eigenwillig gestaltet sich das Musiktheater. Da wird plötzlich unterbrochen, Neuigkeiten gelangen ans Tageslicht. Die anfänglich grosse Liebe landet aber bald im Alltag, 9 Monate nach der Hochzeit meldet sich weiblicher Nachwuchs an. Die ursprüngliche Idee, die Tochter nach den beiden Vornamen der Eltern «Marilli» zu taufen, wird verworfen – sie heisst Nina Ingeborg.

Die Schwyzerin Barbara Betschart und ihr Bezug zu Appenzell


Liebliche Violinen- und Hackbrettklänge als Zäuerli, Mazurka, Marsch oder Polka mit passenden Titeln wie «En Obet uf de Schwägalp», «Ninas Masolka » oder «De giftig Appezöller» wechselten mit typischen Gesangseinlagen. Die über 150 Anwesenden waren voll begeistert, und die Schwyzer Musikerin Barbara Betschart strahlte sichtlich bei ihrem Heimspiel. Einen Bezug zu diesem Musikstil hat Betschart seit ihrer Jugend, war sie damals öfters im Appenzell in den Ferien. Zudem ist sie seit Jahren Geschäftsführerin im Roothuus Gonten AI, dem Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik. Betschart und Co spielten zum Schluss dann den rassigen Galopp «Hei zue» – doch so schnell gings am Samstagabend nicht nach Hause, das Publikum verlangte nach Zugaben.

Bote der Urschweiz / Josef Grüter

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.12.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/RLGxBb