Viel Betrieb auf der Bühne: Tobias Heinemann holte sich immer wieder neue Mitstreiter, die sich von ihm unter anderem auch ins Pendeln einführen liessen. Bild Christian Ballat
Viel Betrieb auf der Bühne: Tobias Heinemann holte sich immer wieder neue Mitstreiter, die sich von ihm unter anderem auch ins Pendeln einführen liessen. Bild Christian Ballat

Bühne

Abend endete mit Vertrauensbeweis

Silvana, Lukas, Chiara und Andreas meinten die Hauptdarsteller zu sein. Doch sie wurden vom Mentalisten Tobias Heinemann nur manipuliert. Der Abend liess viele Fragen offen.

Tobias Heinemann spielte mit den Gedanken der zahlreich in die KKS-Aula gekommenen Gäste, wie er wollte. Sein Talent ist es, Gedankenlesen, Schauspiel und Suggestion so zu verschmelzen, dass Unglaubliches geschieht. Unglaubliches, dass er dazu auch noch im Voraus ankündigt. Mit Hilfe eines «fotzligen» Stoffhasens, der von ihm in den Saal und vom Publikum weitergeworfen wurde, wählte er seine Mitstreiter aus. Und liess so die Gäste wissen, dass Silvana eine Reise mit dem Flugzeug nach Dublin machen würde, wenn sie jetzt könnte. Auch Lukas wurde zum «Hasenopfer » und verstand zum Schluss nicht mehr, was jetzt genau passiert war. Aber es gelang ihm, seine Gedanken an Chiara weiterzuleiten, so dass diese zwei von ihm gewählte Zahlen aus seiner Handynummer wortlos und blindlings aufzeichnen konnte.

HeinemannsGeheimnis

Wie das geht, blieb an diesem Abend Heinemanns Geheimnis. Immer wieder holte der Mentalist andere Gäste aus dem Saal auf die Bühne, um mit ihnen zu tun, was er sich vorgenommen hatte. Denn er sagte auch die Zukunft voraus. In einem verschlossenen Couvert war ein Zettel mit einem Wort versteckt, das von Andreas aus zehn verschiedenen Zeitungen ausgewählt wurde, nachdem der Umschlag längst verschlossen war. Gab es bis dahin noch Zweifler, so war spätestens jetzt klar, dass die Zukunft und damit das Leben vorbestimmt sind. Zusammen mit Andreas lieferte Tobias Heinemann den «Vertrauensbeweis » – das Wort, das im Couvert stand und auf einem von Andreas ausgewählten Zeitungsabschnitt markiert worden war.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

16.12.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/srviDQ