Abschlussprojekt der Comart-Theaterschüler: Ein Potpourri aus Schauspiel, Tanz, Gesang und Komödie. Bild Orlanda Senn
Abschlussprojekt der Comart-Theaterschüler: Ein Potpourri aus Schauspiel, Tanz, Gesang und Komödie. Bild Orlanda Senn

Bühne

Auf Schlachtfeld gerappt

Das Abschlussprojekt der Zürcher Theater- und Bewegungsschule Comart wurde am Samstag im Chupferturm gezeigt. Drei Kurzproduktionen zum Entspannen und Schmunzeln und Geniessen.

Mord, Selbstmord und Hinrichtung wurden dem Publikum zu Beginn der ersten Produktion versprochen. Die Theaterschüler spielten Szenen aus Shakespeares «Macbeth» im 11. Jahrhundert, wo es nur Leben oder Sterben gab. Macbeth sollte Schottlands neuer König werden, doch bis es so weit war, waren Schlachten in Schottland und England nötig. Die trabenden Pferde wurden mit Kokosnussschalen imitiert, auf dem Schlachtfeld wurde gerappt, und zwischendurch erhielt man Einblick in die lebendige Hexenszene und ihre Prophezeiungen. Dass der einzige Mann im Team die Rolle der Lady Macbeth spielen durfte, rechtfertigte er damit, dass zu Shakespeares Zeiten auch keine Frauen auf der Bühne erlaubt waren. Kunterbunt und stets spannend spielten, sangen und musizierten die Theaterleute von Akt zu Akt, in perfektem Bühnendeutsch.

Comart feiert Jubiläum

Nach dem Krieg folgt die Liebe und mit ihr die Eifersucht. Eine Frau – oder sind es gar alle zwölf? – will den Mann, der schon einer gehört. Als Musical umgesetzt, tauchte man in vergangene Zeiten voller Swing und Romantik ein. Die schönen Stimmen und bezaubernden Kleider waren ein Genuss für Ohr und Auge. Mit der dritten Produktion waren wir zurück in der modernen Zeit, und zwar genau heute. Die Theaterschule Comart feiert ihr 30-jähriges Bestehen und lässt die Korken knallen. Pannen und Dramen sind vorprogrammiert, dem Publikum wird ein Potpourri der Comart, wie sie leibt und lebt, geboten.

Regie von Bettina Dieterle

Bettina Dieterle führte Regie über die drei Kurzproduktionen. Zwölf Theaterschülerinnen und ein Theaterschüler schlüpften in zahlreiche Rollen, in noch mehr Kostüme und wechselten mühelos zwischen den Jahrtausenden. Die Vorstellung war herrlich erfrischend, das Publikum wollte mehr, selbst nach zweieinhalbstündiger Vorstellung. Eine Meisterleistung.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

21.05.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/CsG9ZK