Die Vorpremiere des neuen Programms von Reto Zeller ist gelungen.
Die Vorpremiere des neuen Programms von Reto Zeller ist gelungen.

Bühne

Ein Geschichtenjäger mit Heimspiel in Schwyz

Die Neugierde lockte trotz Wetterumschwung in den Chupferturm: Der Innerschwyzer Reto Zeller stellte sein neues Programm vor.

in Schwyz die Vorpremiere zu «Undenufe» statt, dem neuen Soloprogramm von Reto Zeller. In Erwartung eines geselligen Abends nahmen über 70 Schwyzerinnen und Schwyzer den Weg durch den strömenden Regen in den Chupferturm auf sich, und sie sollten wahrlich nicht enttäuscht werden. Schon vor Beginn der Aufführung breitete sich eine heitere Vorfreude im Saal aus, und gespannt warteten die Zuschauer auf den Liedermacher. Sein Heimspiel eröffnete Zeller singend mit einem Lied, begrüsste danach herzlich sein Publikum und brach mit seiner sympathischen Art sofort das Eis.

Vom Jersey Boy zum Heimweh

Der Künstler bestach vor allem durch die Aktualität seiner Lieder und Anekdoten sowie die scharfsinnige Raffinesse, die immer wieder zum Vorschein kam. So beschrieb er beispielsweise die Gemütswandlungen eines pflichtbewussten Muotathaler Göttis oder kommentierte einen Zeitungsartikel mit dem Thema «Stillen im Freien». Auch der Bundesrat Johann Schneider- Ammann fand einen Weg ins Abendprogramm Zellers und bekam von ihm den Spitznamen «Jersey Boy», was der Kabarettist in Form eines Liedes begründete. Zwischendurch bewies der Kabarettist aber, dass er auch anders kann, und sang herzzerreissende Balladen von zerstörten Beziehungen und Heimweh.

Vorpremiere war ein Erfolg

Auch das, was Vorpremieren im Allgemeinen so spannend und unterhaltsam machen, durfte bei Reto Zeller nicht fehlen. Kleine technische Finessen und unauffindbare Notizblätter forderten das Improvisationstalent des Künstlers. Doch auch in solchen Situationen merkte man, dass Zeller, Profi durch und durch, einen kühlen Kopf behielt. Mit viel Witz und Charme meisterte er jede kleine Panne bravourös, sodass man sich als Zuschauer letztlich fragte: Gehörte das jetzt zum Programm oder wirklich nicht? Zum Schluss trug Zeller ein Lied vor, bei dem das Publikum mit einbezogen wurde, was den amüsanten Abend wunderbar abrundete.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

24.03.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/mBkQkv