Der Satiriker Gabriel Vetter überraschte im Kollegi Schwyz mit ausgefallenen Geschichten. Bild Matthias Stadler
Der Satiriker Gabriel Vetter überraschte im Kollegi Schwyz mit ausgefallenen Geschichten. Bild Matthias Stadler

Bühne

Ein kurioser Abend mit Vetter

Um Tierkadaver, Frisuren und Gurken ging es am Donnerstagabend im Kollegi. Der Satiriker Gabriel Vetter führte durch einen kuriosen Abend.

Auf seiner Homepage wird Gabriel Vetter als Ausnahme-Erscheinung in der Bühnenliteratur-Szene angepriesen. Unter anderem gewann er bereits zweimal die deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften. Mit viel Witz und Sprachkunst bringt er das Publikum zum Lachen, so auch am Donnerstagabend in der Kollegi-Aula in Schwyz. Dort führte er sein aktuelles Programm «Wo die Sau aufhört – eine Hundsverlochete» auf.

Gurken als Gefahr für Menschheit

Vetter vergleicht seinen Humor mit einer guten Wurst: «roh, grob bis feinkörnig – aber man will gar nicht wissen, was es alles drin hat.» So war der Abend dann auch, gefüllt mit allerlei ausgefallenen Geschichten, geprägt von markanten Witzen. Die Reise führte von einer Tierkadaveranlage, welche auch gerne mal Kinder für ein besonderes Ferienpass-Erlebnis in die Anlage einlädt, über modisch fragwürdige Kurzhaarfrisuren hin zu Gurken, welche eine Gefahr für die Menschheit darstellen und Ursprung der Wasserknappheit sein sollen. Das Publikum, obwohl zu Beginn eher verhalten, amüsierte sich prächtig ab den Kuriositäten. Gabriel Vetter, der sich als «Thurgauer mit Aszendent Schaffhausen» bezeichnet, trumpfte mit gelungenen Geschichten auf, obwohl manchmal der rote Faden ein wenig fehlte. Klug setzte er seinen Dialekt als Stilmittel ein, geschickt wechselte er immer wieder ins Hochdeutsche, um einer Geschichte eine andere Färbung zu geben. Der Slam-Poet weiss, was er tut. Nicht umsonst hat er schon diverse Preise gewonnen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.01.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/X6tBw9