Im Chupferturm, Schwyz: Bäuerin Martha (Rita Furger) überzeugt auch bei ihrem zweiten Auftritt mit spartanischer Kulisse. Bild Ilona Scheiber
Im Chupferturm, Schwyz: Bäuerin Martha (Rita Furger) überzeugt auch bei ihrem zweiten Auftritt mit spartanischer Kulisse. Bild Ilona Scheiber

Bühne

«Fliigholterä» im Chupferturm

Zahlreich strömten am Samstagabend die Zuschauer in den Chupferturm in Schwyz, um Rita Clara Furgers zweites Soloprogramm «Fliigholterä» zu geniessen. Das Publikum wurde nicht enttäuscht: Auch der zweite Auftritt der Bäuerin Martha (Rita Furger) war ein voller Erfolg.

Bereits mit ihrem ersten Soloprogramm «O Lago Dio» gelang es Rita Furger, sich eine grosse Fangemeinde zu sichern. Ihre Auftritte als bodenständige, scheinbar unerschütterliche Bäuerin Martha zeichnen das Leben, wie es wirklich ist, in all seiner Tragik und Komik. Nachdem der Tod ihres Gatten Jakob dem ersten Programm den Anstoss gegeben hat, behandelt nun das zweite die Zwangsversteigerung des geliebten Hofes. Martha schwelgt noch einmal in Erinnerungen an ihren Jakob und ihre drei heiss geliebten Kühe. Mit viel Witz erzählt sie dem Publikum Anekdoten aus ihrer Ehe und dem Bauernleben, das trotz seiner Härte auch immer etwas Schönes an sich hatte.

Das Beste daraus machen

Nun, da sie ihren Hof aufgeben muss, reflektiert sie intensiv über die Themen Verlust, Abschied und Existenzangst. Ungeachtet dessen bleibt sie am Ende doch ihrer eigenen Moral treu und sieht positiv und mit erhobenem Haupt in die Zukunft, denn man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen und das Beste daraus machen. Martha überzeugt mit Authentizität und gnadenloser Ehrlichkeit. Ihre Gabe, in allem Schlechten noch einen Funken Gutes zu erkennen und ihr von Schicksalsschlägen geprägtes Leben doch mit so viel Elan und Esprit zu meistern, lässt die Tragik des Lebens weniger düster erscheinen. Das Publikum war begeistert und dankte es Rita Furger mit tosendem Applaus.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

31.01.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/5AUPHb