Mit Gestik und Mimik: Nicole Knuth und Olga Tucek begeisterten nicht nur mit bitterbösen Sprüchen, sondern auch mit ihrer authentischen Verwandlung in die verschiedenen Figuren der Geschichte. Bild Virginia Wyss
Mit Gestik und Mimik: Nicole Knuth und Olga Tucek begeisterten nicht nur mit bitterbösen Sprüchen, sondern auch mit ihrer authentischen Verwandlung in die verschiedenen Figuren der Geschichte. Bild Virginia Wyss

Bühne

«Freiheit» mit einer grossen Portion Biss

Die beiden Kabarettistinnen Nicole Knuth und Olga Tucek waren am vergangenen Samstagabend zu Gast in Schwyz und boten Unterhaltung erster Klasse.

Rund 60 Personen fanden an diesem Abend den Weg zum Chupferturm in Schwyz. Die beiden Kabarettistinnen Nicole Knuth und Olga Tucek traten mit ihrem neuen Programm «Freiheit – eine Misere in fünf Aufzügen» auf, ein Stück mit kleineren und grösseren messerscharfen Pointen. Zum Einstieg stellten sich die beiden Frauen vor, dies mit einer ordentlichen Portion Witz und Selbstironie.

Alle bekamen ihr Fett weg

Danach wurde die Handlung eingeführt, bei der die «Freiheit» auf der Erde Menschen sucht, die sie erkennen. Da begann eine lange Reise, die die «Freiheit» zu Heuchlern und Verlierern, zu Kapitalisten und Sozialisten, zu Fleischessern und Veganern und noch vielen anderen Erdbewohnern führte. Und das Beste dabei: Alle bekamen von Knuth und Tucek ihr Fett weg.

«Werbung? Nicht schon wieder …»

Olga Tucek sorgte mehrheitlich für die musikalische Untermalung, und Nicole Knuth war vor allem in Bewegung: Hüpfend, tanzend und Arme schwingend erzählte sie die Geschichte der «Freiheit». Doch ab und an wurde sie dabei von Tucek unterbrochen: «Werbung». Knuth blickte nach dem fünften Mal nur noch genervt in die Richtung ihrer Kollegin und verdrehte die Augen. Schliesslich priesen die missmutige Nicole Knuth und die gut gelaunte Olga Tucek unter anderem «Pastasaucen von Gorilla» an. Diese kleinen Einschübe waren die perfekte Auflockerung in einem relativ kopflastigen satirischen Abendprogramm.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

21.10.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/UAjHc4