«Chalanda Marz»: Mutter (von links) und Vater freuen sich mit Schellen-Ursli sowie Kindern aus dem Saal, dass der Umzug jetzt endlich losgehen kann. Bild Christian Ballat
«Chalanda Marz»: Mutter (von links) und Vater freuen sich mit Schellen-Ursli sowie Kindern aus dem Saal, dass der Umzug jetzt endlich losgehen kann. Bild Christian Ballat

Bühne

Glocke vom Maiensäss geholt

«Schellen-Ursli» begeisterte als Musical am Samstag unzählige Kinder im voll besetzten, grossen MythenForum-Saal. Gemeinsam haben sie mitgezittert und sich über den grossen Mut des kleinen Bündner Knaben gefreut.

Schellen-Ursli kommt einmal mehr zu spät. So geht er bei der Glockenverteilung zum Volksfest «Chalanda Marz» fast leer aus. Statt einer grossen Kuhglocke erhält er nur ein winzig kleines Geissenglöcklein. Dass er von seinen Gspänli deswegen noch ausgelacht wird, macht ihn traurig. Aber Onkel Gian sagt zu ihm, er solle nicht auf die anderen, sondern auf sich selber hören. Das macht Schellen-Ursli und entscheidet, am Volksfest die grösste aller Glocken zu tragen. Diese allerdings befindet sich im abgelegenen Maiensäss. Zusammen mit seinem Freund Mür, einer kleinen Maus, macht er sich auf den Weg. Unterwegs überwinden die beiden grosse Ängste und tiefe Schluchten sowie furchterregende Dunkelheit. Nach einer kurzen Nacht auf dem Maiensäss schlitteln Mür und Schellen-Ursli auf der grossen Glocke ins Tal, gerade noch rechtzeitig, um den «Chalanda Marz»-Umzug anführen zu können.

Kinder waren begeistert

Das Musical, das im MythenForum gezeigt wurde, hat die Geschichte des Kinderbuches von Selina Chönz und Alois Carigiet übernommen und nur, wo nötig, dramaturgisch noch etwas verändert. Die sechs Darstellerinnen und Darsteller erzählten die Geschichte so, wie sie die Kinder gerne hörten. die kleinen Gäste lebten die Geschichte richtig mit, Ausdruck von Angst und Freude wechselte sich in ihren Gesichtern ab. Als zuletzt noch einige Kinder aus dem Saal selber auf die Bühne und eine Glocke in Empfang nehmen durften, um am Umzug teilzunehmen, war die Begeisterung im Saal perfekt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

31.01.2011

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schwyzkultur.ch/hNPhd4