Das Japanesenspiel 2013 geht in die Proben: Autor Viktor Weibel stellt Konzeption, Figuren und Gruppen, auszugsweise Szenen und auch das Spielplakat vor.
Das Japanesenspiel 2013 geht in die Proben: Autor Viktor Weibel stellt Konzeption, Figuren und Gruppen, auszugsweise Szenen und auch das Spielplakat vor.
Im Stile japanischer Manga-Figuren: Das Plakat des Japanesenspiels 2013.
Im Stile japanischer Manga-Figuren: Das Plakat des Japanesenspiels 2013.
Japanesisches Spiel-Triumvirat in Zivil: (von links) Autor Viktor Weibel, Spiel-Hesonusode CXVII. Patrik Bamert und OK-Präsident Kaspar Michel. Bilder Josias Clavadetscher
Japanesisches Spiel-Triumvirat in Zivil: (von links) Autor Viktor Weibel, Spiel-Hesonusode CXVII. Patrik Bamert und OK-Präsident Kaspar Michel. Bilder Josias Clavadetscher

Bühne

Japanesen spielen «Nii aber au»

Die Schwyzer Japanesen werden 2013 wieder spielen. Gestern ist das Stück vorgestellt worden. Es trägt den Titel «Nii aber au» und folgt dem traditionellen Muster der bisherigen Spiele.

An der Fasnacht 2010 ist der Spielbeschluss gefallen, seither laufen die Vorbereitungen. Bis gestern war aber alles ein grosses Geheimnis, jetzt ist es gelüftet worden. Das Stück trägt den Dialekttitel «Nii aber au» und will den Schwyzern und der Welt – wie schon immer – den Narrenspiegel vorhalten. Autor Viktor Weibel hält sich an die traditionelle Rahmenhandlung, lässt aber auch überraschende Neuerungen zu. Zum Beispiel werden der Jöretönel und der Schuelherr nicht mehr auftreten.

Sechs Jahre warten

Sie liegt in der Luft: Spielfreude. Rund 120 Personen haben gestern die Präsentation des Japanesenspiels 2013 mitverfolgt, alle mit einem Kribbeln in der Magengegend. Kein Wunder, mussten sie doch diesmal sechs Jahre lang warten. Wie Hesonusode CXVII. Patrik Bamert erklärte, sei das Mitmachen wie «Wellness». «Schwyz schiebt wieder Kulissen », freute sich OK-Präsident Kaspar Michel. Zum Spiel selber: Autor ViktorWeibel sprach über die Konzeption, schilderte grob den Handlungsablauf, listete die Solisten- und Sprechrollen auf und zitierte auch etliche Textstellen. Von nun an wird es Sache der Regie sein, daraus eine fasnächtlichwirblige Inszenierung zu machen. Erstmals wieder liegt die Regie bei einer Kraft aus eigenem Hause: Urs Kündig hat sich bereits tief eingearbeitet und lobte «die bereits geleistete Arbeit im künstlerischen Team».

Probenbeginn in zehn Tagen

Vorgesehen sind fünf Aufführungen, erstmals nur noch eine an einem Nachmittag. Die ersten drei Proben finden bereits am 10., 18. und 26. September statt, mit der Rollenverteilung wird das zu einer Art Casting, einfach ohne Dieter Bohlen, bemerkte Tenno Bamert. Nach Mitte Oktober werden die Szenen-, Gruppen- und Einzelproben beginnen. «Intensiver wird es im Dezember und Januar», erklärte Regisseur Kündig, wenn die Musik, Kostüme und die Maske dazukommen. Auf die ersten Aufrufe hin haben sich bis gestern Abend genau 100 Personen als Mitwirkende gemeldet. Am Abend selber sindweitere dazugekommen. Gemäss Personalchef Peter Steinegger wird sicher ein Bestand von mehr als 200 Personen benötigt. Allein auf der Bühne werden 120 Akteure stehen, Solisten, Sprechrollen, Sänger, Tänzer, Gruppenmitglieder und Statisten. Hinter den Kulissen werden Mitwirkende für die Bühnentechnik, Kostüme, die Maske und dieEintrittskontrolle benötigt. Überrascht hat gestern auch das Plakat. Es wirbt mit japanischen Mange-Figuren, enthält ein doppelbödiges Schattenspiel und fällt sehr auf.

Budget von 400 000 Franken

Das ganze Projekt basiert nach wie vor auf Milizarbeit. «Alles ist ehrenamtlich», bestätigte OK-Präsident und Regierungsrat Kaspar Michel. Nur auf dieseWeise ist es auch gelungen, das Budget tiefer zu halten als vor sechs Jahren. Diesmal rechnet man mit einem Aufwand von maximal 400 000 Franken. Dieser kann nur gedeckt werden dank den Sponsoren und wenn die 500 Plätze fassendeTribüne jedes Mal besetzt ist.

Spieldaten 2013

Fr, 1. Februar, 20.00 Uhr, Premiere
Sa, 2. Februar, 20.00 Uhr
Fr, 8. Februar, 20.00 Uhr
Sa, 9. Februar, 20.00 Uhr
So, 10. Febr., 14.00 Uhr, Derniere

Vorverkauf

Für die gedeckten Tribünensitzplätze und den Kaiserschmaus ab 14. November. Der beliebte Kaiserschmaus wird begleitend zum Programm jeweils vor jeder Aufführung im Gasthaus Wysses Rössli angeboten.

Interessierte

An einer Mitwirkung Interessierte können sich melden bei Peter Steinegger (T 041 811 50 48 oder ipsteinegger@bluewin.ch ).

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

01.09.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/jF7arX