Die dynamische und oft emotional handelnde Räuber-Gruppe. Bilder: PD
Die dynamische und oft emotional handelnde Räuber-Gruppe. Bilder: PD
Spiegelberg (Angela Wyss) hat Karl (Kevin Paulino) fest im Griff.
Spiegelberg (Angela Wyss) hat Karl (Kevin Paulino) fest im Griff.

Bühne

Kollegi-Theater zeigt sich von seiner besten Seite

Seit gestern stehen die Kollegi-Schülerinnen und -Schüler wieder vor Publikum. Dabei wird das Stück «Die Räuber» von Friedrich Schiller auf eine neue und spannende Weise dargestellt.

«Die Räuber» heisst das diesjährigeTheaterstück, welches von den 24 Schauspielerinnenund Schauspielern des KollegiumsSchwyz gespielt wird. Gesternfeierte es Premiere. Es geht im Stück umeine Räuberbande – gegründet durchKarl Moor (gespielt von Kevin Paulino)– die sich gegen die Welt, den eigenenBruder Franz Moor (Gianluca Bernasconi)und all die damit verbundenen negativenGeschehnisse durchsetzen will.

Die anspruchsvolle Umsetzungdes Stücks ist gelungen

Friedrich Schiller, der Autor des Originalwerks«Die Räuber», stellte sowohldie vielen Schauspielerinnen und Schauspielerwie auch den Regisseur KlausOpilik vor einige Schwierigkeiten. Sei esdie herausfordernde Länge des Stücks,die fast ausschliessliche Besetzung mitMännern, die übertriebene Form der Artikulationoder der überbordende Text,der für heutige Spielerinnen und Spielernur schwer zu erlernen ist.Letzteres umging Klaus Opilik, indemder Grossteil des Gesprochenendurch Georg Suter abgeändert und inMundart übersetzt wurde. «Ich bin derMeinung, dass die Schauspielerinnenund Schauspieler natürlicher und entspannterauftreten, wenn der zu sprechendeText in der eigenen Mutterspracheverfasst ist», sagt der Regisseur.

Das Bühnenbild bietet viel Neues,aber auch Altbewährtes

Nicht nur durch die Sprache überzeugtdas Theater. Die Bühne wurde wie jedesJahr durchdacht gestaltet. Speziell diesesJahr ist sicherlich der transparente Vorhangim Hintergrund der Bühne. Durchihn entsteht in einigen Szenen ein neuerRaum, der Platz für abwechslungsreicheGeschehnisse, wie beispielsweise einenKampf, bietet. Abgerundet wird das Ganzedurch musikalische und choreografischeEinlagen. Geboten wird eine Live-Band, die das Treiben musikalisch begleitetund die vielen Solistinnen undSolisten unterstützt. Für das richtige Ambientesorgen die Ton- und LichttechnikerGeorg Suter, Julian Bolfing und JonasWidmer.

Derniere des Stücks ist bereits am nächsten Samstag

Was genau mit der Räuberbande geschehenwird, ob die Bekämpfung des Kapitalismusder einzige Grund für einenAufstand aufseiten von Karl ist und wie
sich die Räuber gegen die kapitalistischeWelt durchsetzen können, ist noch bis
am Samstag, 18. März, in der Aula desKollegi Schwyz zu erfahren. Empfehlenswertist es allemal.

Bote der Urschweiz (Roger Arnold)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

11.03.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/8aUdGi