Schweizer Theaterprominenz bei «Kultur am Kollegi». Von links: Andrea Zogg, Bettina Dieterle, Regula Imboden, Beat Schlatter und Pascal Ulli. Bild: Josef Grüter
Schweizer Theaterprominenz bei «Kultur am Kollegi». Von links: Andrea Zogg, Bettina Dieterle, Regula Imboden, Beat Schlatter und Pascal Ulli. Bild: Josef Grüter

Bühne

Korruption und Betrug bei «Polizeiruf 117»

Wenn sich ein Polizist zu einem Versicherungsbetrug überreden lässt, wirds schwierig. Beat Schlatter & Co. spielten bei «Kultur am Kollegi».

Der Schulkollege von Hauptwachtmeister Keller (Beat Schlatter) wird wegen eines Pelzdiebstahls verhaftet und landet auf dem Rathausposten Zürich. Diese Polizeistelle soll nächstens aus Spargründen geschlossen werden. Aus Existenzangst lässt sich Polizist Keller von Einbrecher Graber (Andrea Zogg) zu einem Versicherungsbetrug überreden. Dann gings in der Mundartkomödie «Polizeiruf 117» am Donnerstagabend im Kollegi Schwyz drunter und drüber. Schliesslich wird ein Deal eingefädelt, bei dem der Schadenfallexperte Richard Hardmeier (Pascal Ulli) einen fiktiven Brandschaden auf dem Polizeiposten bezahlt. Dafür muss Einbrecher Graber Hardmeiers Lieblingsschlange aus dem Hause seiner Ex befreien. Polizist Keller muss zuschauen und schweigen.

Trotz Happy End bleiben gewisse Fragen unbeantwortet

Kellers Kollegin Strittmatter (Regula Imboden) soll nichts mitbekommen, wird abgelenkt oder in fiktive Einsätze geschickt. Der Deal gelingt. Der Rathausposten wird gerettet, Gauner und Polizist erhalten dank grosser Erfahrung einen neuen Job bei der Versicherung, und Renate Strittmatter wird die neue Postenchefin im Rathausposten. So weit das Happy End. Tiefer betrachtet handelt das Stück von Versicherungsbetrug unter Mithilfe der Polizei. Selbst der Schadenfallexperte macht mit und lässt sich dafür bezahlen. Wieweit dieser Sachverhalt der Realität entspricht, lässt die Komödie offen, sicher ist aber, dass die hochkarätige Besetzung und erstklassige Darbietung am Donnerstagabend eindeutig einen grösseren Publikumsaufmarsch verdient gehabt hätte.

Bote der Urschweiz (Josef Grüter)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

23.09.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/rMCXhT