Bei ihnen ist Theater mehr als ein Hobby: Die Avantt-Vorstandsfrauen Simona Beffa (von links), Petra Zurfluh und Megi Togan. Bild Melanie Hofstetter
Bei ihnen ist Theater mehr als ein Hobby: Die Avantt-Vorstandsfrauen Simona Beffa (von links), Petra Zurfluh und Megi Togan. Bild Melanie Hofstetter

Bühne

Kreative Freiheiten: «Avantt ist unser Baby»

Die Schwyzer Theaterszene bewegt sich: Die «Improtagonisten », bisher eine lose Gruppe, spielen jetzt unter einem Dachverein. Sie wollen über den Tellerrand blicken und sich breiter abstützen.

Der im Frühling gegründete Dachverein heisst Avantt. Der Name ist Motivation und Verpflichtung zugleich: Avantt orientiert sich an Avantgarde und mit dem zweiten T bleibt man dem Theater treu. Im Vorstand sitzen die drei Theaterspielerinnen Simona Beffa, Megi Togan und Petra Zurfluh.

Auch Krimidinner

Man kennt die drei Frauen von den «Improtagonisten», diesem Improtheater, das von Kreativität nur so strotzt. Die Improtagonisten sind jetzt unter dem Avantt-Dach zu Hause. Simona Beffa sagt: «Wir haben neben den Improtagonisten noch das Krimidinner und andere Projekte, denn wir wollen über den Tellerrand hinausblicken.» Petra Zurfluh ergänzt: «Wir wollen unsere kreativen Freiheiten behalten und uns von anderen Sachen inspirieren lassen.»

Auf dem richtigen Weg

Die drei Spielerinnen haben mit ihrem rund zehnköpfigen Team regelmässige Auftritte, teils öffentlich, teils privat. Die Gruppe kommt beim Publikum an. Es ist bekannt, dass man sich bei ihren Vorführungen und Events nicht langweilt. Sie sind spontan und überraschend. Als sie das Krimidinner «Albergo Cervo» im Hirschen Pub in Schwyz am diesjährigen Schwyzer Kulturwochenende erstmals lancierten, waren die beiden Abende im Nu ausverkauft. Für die Avantt-Vorstandsfrauen ist dies nicht nur ein tolles Feedback, sondern auch eine Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Mehr als ein grosses Hobby

Die drei sind noch in anderen Projekten und Theaterproduktionen involviert. Theater ist bei allen mehr als ein grosses Hobby. Sie arbeiten nicht Vollzeit, denn sie studierenTheaterpädagogik oder Schauspiel. Zudem unterrichten sie auch am Kinder- und Jugendtheater Pronto. Das alles mögen sie auch sehr, doch Petra Zurfluh sagt: «Avantt ist unser Baby.» Mit diesem wollen sie weiter spontan und ungebunden bleiben. «Wir haben bereits wieder ein neues Projekt in der Pipeline, welches klassische Musik mit Improvisationstheater zusammenbringen soll», verrät Simona Beffa. Der Dachverein Avantt gibt der Gruppe nun eine Struktur. Megi Togan erklärt es so: «Wir können uns breiter abstützen, zeigen Präsenz in der Öffentlichkeit und erhalten jetzt eine andere Form vonUnterstützung und Wertschätzung.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

10.09.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/RSZnZp