Geht in die Geschichte der Bühne 66 ein: (von links) Maria Nobs übernimmt als erste Frau das Präsidium von Zälli Beeler, neue Aktuarin ist Daria Wilms. Bild Silvia Camenzind
Geht in die Geschichte der Bühne 66 ein: (von links) Maria Nobs übernimmt als erste Frau das Präsidium von Zälli Beeler, neue Aktuarin ist Daria Wilms. Bild Silvia Camenzind

Bühne

Nobs erste Bühne-Präsidentin

Die Bühne 66 hat erstmals in ihrer Geschichte eine Präsidentin: Es ist Maria Nobs. Sie folgt auf Zälli Beeler.

Die Bühne 66 gibt es – wie der Name sagt – seit 1966. Seither wurde der Theaterverein stets von einem Mann geführt. Am Freitag, anlässlich der GV im MythenForum, dann die freudige Überraschung: Maria Nobs, ehemalige Vizepräsidentin, wurde zur neuen Bühne-66-Präsidentin gewählt. Maria Nobs ist seit 1986 bei der Bühne 66 dabei, angefangen hat sie als 15-Jährige, im ersten Jahr als Platzanweiserin. «Die Bühne 66 ist mein Herzensverein, danke, dass ihr mich gewählt habt», sagte die langjährige Spielerin und neue Präsidentin, die von den 40 anwesenden «Bühnelern» mit einem grossen Applaus und Jubelrufen in ihr neues Amt gehievt worden war.

Georg Suter in der Spielkommission

Vorgänger Zälli Beeler hatte aus beruflichen Gründen demissioniert. 2008 wurde er als Präsident angefragt, und seither hatte Beeler den Verein umsichtig geführt. «Er ist ein Feinfühliger im Umgang mit allen», lobte Vizepräsident Renato Küttel in einer mit Witz gespickten Laudatio und sagte, was die Mitglieder hoffen: «Nun wird Zälli wieder viel mehr Zeit haben für die Regiearbeit und zum Spielen.» Weiter demissionierte Donatella Mognol aus dem Vorstand. Neue Aktuarin wird Daria Wilms. Zudem trat Urs Kündig aus der Spielkommission (Spiko) aus. Sein Nachfolger ist Georg Suter. Neues Bindeglied von der Spiko zum Vorstand ist Margrit Lüönd. Geehrt wurde Regieassistentin Patrizia Annen, immer umsichtig vermittelnd zwischen den Profiregisseuren und den Laienspielern. Weiter standen zwei Austritten fünf Neueintritte gegenüber.

Tolle Auslastung, trotzdem Verlust

Die Bühne 66 blickt auf eine ausgezeichnete Spielzeit zurück. Das Stück «Lenin» war zu fast 90 Prozent ausgelastet, 3000 Personen besuchten das Theater im Verenasaal, und dennoch musste Kassier Markus Meyer einen Verlust von 14 000 Franken bekannt geben. Die Tatsache, dass der Aufwand wächst, die Produktionen trotz Grosseinsatz derVereinsmitglieder stets teurer werden, gab zu Diskussionen Anlass. Die Mitglieder wollten aber nicht die Eintrittspreise erhöhen, sondern – wie in einem Antrag angenommen – der Vorstand soll über die Bücher gehen und für die Zukunft ein Sponsoring prüfen.

Ein Krimi von Franz-Xaver Nager

Im nächsten Jahr wird die Bühne 66 ein Stück des Urners Franz-Xaver Nager spielen. Nager ist daran, dieses mit lokalem Fokus für die Bühne 66 zu erarbeiten. Regie führt Stefan Camenzind. Es handelt sich um einen Krimi mit Filmsequenzen. Die Probe- und Dreharbeiten werden im November beginnen. Premiere wird am 25.April 2014 sein. Zuvor ist am Kulturwochenende vom 11. bis 13. April 2014 eine öffentliche Probe geplant. (pd)

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

22.10.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/n6Masq