Gilbert und Oleg präsentieren ihre reichhaltige Speisekarte mit Darbietungen den Zuschauern. Bild Stefan Kürzi
Gilbert und Oleg präsentieren ihre reichhaltige Speisekarte mit Darbietungen den Zuschauern. Bild Stefan Kürzi

Bühne

Programm a la carte serviert

Ein Restaurantbesuch der anderen Art boten Gilbert und Oleg am Samstagabend im Chupferturm.

Mit ihrem Programm «Restaurant zum goldenen Gaukler» haben die Varieté-Künstler Andreas Vettiger und Dominik Rentsch, alias Gilbert und Oleg, ein individuelles Programm, ganz nach dem Gusto der Zuschauer, präsentiert. Gleich zu Beginn wurden dem Publikum Speisekarten ausgeteilt. Allerlei magische, artistische und musikalische Delikatessen waren darauf zu finden. Aus diesem Menüplan konnten die zahlreich erschienenen Varietébesucher ihren Dreigänger zusammenstellen. Gilbert, in seiner Rolle als zuvorkommender Chef de Service, nahm die Bestellungen im Publikum auf. Unterstützt wurde er von Oleg, seinem etwas duseligen Gehilfen.

So wählte beispielsweise eine Dame als Vorspeise ein «mariniertes Radieschen doppelte Portion», ein Herr als Hauptgang «Konserven – frisch konservierte Spielereien mit drei Dosen» und eine weitere Person die «Surprise – kleine Überraschung vom Chef de service». Dieser Dreigänger wurde sogleich mit viel Humor und Wortwitz, unterhaltsam und mit einem Schuss Improvisation präsentiert. Elegant integrierten die beiden Berner das Publikum nicht nur bei der Auswahl, sondern auch bei der Umsetzung ihrer Darbietungen. Die helfende Hand eines Zuschauers namens Pius wurde schnell zum liebevollen «Running Gag» hochstilisiert. Weitere Zuschauer wurden direkt ins Spiel auf die Bühne eingeladen.

Das Programm war durch die bunte Mischung der Speisekarte sehr vielseitig und vermochte immer wieder zu überraschen. Unerwartete Wendungen führten bei einzelnen Zuschauern sogar zu regelrechten Lachkrämpfen. Alles in allem eine bestechend einfache Idee eines Varieté-Abends, welche aber hochkarätig, vielschichtig und nie langweilig umgesetzt wurde.

Bote der Urschweiz (Stefan Kürzi)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

06.03.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/C41c6d