Vier alternde Rocker: (von links) Stefan Gubser, Hanspeter Müller-Drossaart, Andrea Zogg und Laszlo I. Kish wollen es als «Falling Rocks» in der Komödie «Rockerbuebe» nochmals wissen. Bild Christoph Jud
Vier alternde Rocker: (von links) Stefan Gubser, Hanspeter Müller-Drossaart, Andrea Zogg und Laszlo I. Kish wollen es als «Falling Rocks» in der Komödie «Rockerbuebe» nochmals wissen. Bild Christoph Jud

Bühne

«Rockerbuebe» in alter Frische

Die Schauspieler Stefan Gubser, Hanspeter Müller-Drossaart, Laszlo I. Kish und Andrea Zogg standen gemeinsam auf der Bühne des Schwyzer MythenForums. 150 Personen genossen vorgestern die Musikkomödie «Rockerbuebe».

Nach dem Stück «Alte Freunde», mit dem sie während drei Jahren unterwegs waren, touren die vier Mittfünfziger seit Frühling 2009 mit der Komödie «Rockerbuebe» als «Falling Rocks», einer Rockband aus den 80er-Jahren, in der Schweiz herum. Am vergangenen Donnerstagabend spielten die vier international bekannten Schweizer erstmals gemeinsam auf der Bühne des Schwyzer MythenForums. Der hohen Professionalität und Berühmtheit der beliebten Schauspieler nicht gerecht wurde die sehr kleine Zuschauerzahl von nur gerade 150 Personen. «Dies ist relativ wenig für unsere Veranstaltungen. Aber wir waren das erste Mal in Schwyz und kommen sicherlich wieder, sobald wir ein neues Programm haben», erklärte Co-Produzentin und Tourmanagerin Catherine Bloch dem «Boten» gegenüber.

Schlägerei wegen einer Frau

Gubser & Co. schafften es, das Schwyzer Publikum praktisch von der ersten Minute weg zum Lachen zu bringen.Vor 25 Jahren standen sie als Kultband «Falling Rocks» auf der Bühne. Ihre Erfolge fanden ein Ende, als die Bandmitglieder sich verkrachten und die Band auflösten. 25 Jahre später kommen die vier, inzwischen alle in den 50ern angekommen, für ein Revivalkonzert wieder zusammen und proben im Saal des Gasthofs Sonne, der dem Bassisten Georg «Schorsch» Odermatt (Hanspeter Müller-Drossaart) gehört. Doch von Beginn weg fangen sie schon wieder an zu streiten und merken, dass sie sich eigentlich noch immer nicht verstehen. Dass ihm Gitarrist Minnie die Freundin ausgespannt habe, sei der Grund, weshalb sie sich damals getrennt hätten, findet Sänger Christian «Chris» Nufer (Stefan Gubser). Nein, es sei wegen der Verweigerung des Sängers Chris gewesen, ihn eine Eigenkomposition selber singen zu lassen, kontert Gitarrist Pirmin «Minnie» Camenisch (Andrea Zogg).

Ausgeartet in Schlägerei

Das Ganze artet aus und entwickelt sich zu einer Schlägerei zwischen den beiden Kontrahenten, nach der der eine Zähne spuckt und der andere aus dem Mund blutet. Doch bald sind sie wieder Freunde und planen zusammen mit Schorsch mitleidsvoll, dem vermeintlich an Krebs leidenden Schlagzeuger Peter «Doc» Sonntag (Laszlo I. Kish) mit einem fulminanten Konzert eine Freude zu machen. Sie gehen davon aus, wegen seiner Vollglatze müsse sich dieser einer Chemotherapie unterziehen. Das geheimnisvolle Treiben nimmt ein Ende, als Doc erklärt, seine Haarlosigkeit sei genbedingt und er fühle sich gesund. Es kommt zum versöhnlichen Finale und dem Auftritt der «Falling Rocks». Mit dem Titelstück «Rockerbuebe» beendeten Gubser & Co. den amüsanten und kurzweiligen Theaterabend, jedoch nicht, ohne das Stück als Zugabe nochmals zu spielen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

07.11.2009

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