Joachim Rittmeyer (nicht auf Bild), Reto Zeller, Nagelritz und Frölein Da Capo (von links) musizierten einmal gemeinsam auf der Bühne der Kollegi-Aula. Bild Christoph Jud
Joachim Rittmeyer (nicht auf Bild), Reto Zeller, Nagelritz und Frölein Da Capo (von links) musizierten einmal gemeinsam auf der Bühne der Kollegi-Aula. Bild Christoph Jud

Bühne

Sprachwitz und geniale Musikalität

Das «liederlich»-Liedermacherfestival gastierte in Schwyz. Frölein Da Capo, Reto Zeller, Joachim Rittmeyer und der Hanseat Nagelritz erfreuten 200 Personen in der Kollegi-Aula.

Nach den ausverkauften Aufführungen 2012 und 2013 im Kleintheater Chupferturmwechselte das «liederlich»- Liedermacherfestival dieses Jahr in die mehr Plätze bietende Aula im Kollegium Schwyz. Und es hatte sich gelohnt: Mit 200 Besucherinnen und Besuchern war die 2014er-Version von «liederlich» auch in der grösseren Aufführungsstätte praktisch ausverkauft.

Frölein Da Capo in Hochform

Der gebürtige Schwyzer Geschichtenerzähler, Liedermacher und Kabarettist Reto Zeller hat als künstlerischer Leiter des «liederlich»-Liedermacherfestivals auch dieses Jahr wiederum hochkarätige Bühnenpartner engagiert. Frölein Da Capo alias Irene Brügger aus Willisau – die nach knapp zwei Jahren musikalischer Begleitung bei Giacobbo/ Müller einem Millionenpublikum bekannt ist – begeisterte mit ihrer genialen Musikalität und ihren kecken Sprüchen die Schwyzer. Sie präsentierte bei ihren Auftritten über ein Dutzend ihrer Petticoat-Kleider. Zum Bühnenbild durfte auch das Nachttischlämpli und Gartenzwerg Erwin nicht fehlen. Mit einem Loop-Gerät mixte das quirlige Multitalent Musik mit gesungen-gesprochenen Anekdoten eines Fröleins über die Macken der Männer oder die Erklärungen, wie Frauen denken.

Subtile Texte

Gastgeber Reto Zeller griff immer wieder zur Gitarre und brachte das Publikum mit seinen Balladen mit subtilen und manchmal bitterbösen Texten zum Lachen. Nicht weniger amüsiert waren die 200 Anwesenden in der Aula über den Kabarettisten Joachim Rittmeyer, der mit genialer Naivität die Schüchternheit der Figur Hans-Peter vortrug. Aktiv mitmachen durften die Zuschauenden bei den Aufritten des singenden Bremer Seemanns Nagelritz alias Dirk Langer. Lieder mit Seemannsgarn bespickt erfreuten die Gemüter. Und es gab bei der richtigen Beantwortung seiner Fragen betreffend Flaggenzeichen der Schifffahrt fürs Publikum gar mehrfach etwas zu gewinnen, so etwa eine Brause oder ein Eintritt in ein Hamburger Bordell.

Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

10.11.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/4d5SUp