Das Duo Ursus und Nadeschkin steht bereits mit dem zehnten Programm auf der Bühne. Bild Céline Reichmuth
Das Duo Ursus und Nadeschkin steht bereits mit dem zehnten Programm auf der Bühne. Bild Céline Reichmuth

Bühne

Ursus und Nadeschkin füllten die Kollegiaula

Am Dienstag- und Mittwochabend brachte das Komikerduo mit seinem zehnten Programm in der ausverkauften Kollegiaula die Zuschauer unermüdlich zum Lachen.

Das zehnte Programm des Komikerduos Ursus und Nadeschkin trägt den Namen des ähnlich genannten Balletttanzes von Peter Tschaikowsky, nämlich «Zuckerpflaumenfähre ». Mit dem Ballett «Nussknacker » hat das Programm einiges zu tun. Die beiden versuchten sich nämlich mitsamt Tutu daran. Nicht nur tänzerisch, sondern natürlich auch mit ihren intelligenten Witzen sowie mit ihrer sympathischen Art brillierten die beiden in der Aula des Kollegis. Es war ihnen anzumerken, dass sie gerne im Kollegi wirken und einen langjährigen Bezug dazu haben. Einige Male wurde der Vorteil des Auftretens als Duo bestätigt. Zur Empörung von Nadeschkin sagte Ursus: «Wenn ein Scheinwerfer auf dich runterfällt, dann habe ich noch immer die Möglichkeit, die Show weiterzuführen.» Nadeschkin meinte dann, dass sie physikalisch bessere Chancen zum Überleben hätte, weil sie 20 Zentimeter kleiner sei und ihr dementsprechend eine halbe Sekunde mehr verbleibe. Einige Minuten später fiel dann wirklich ein Schweinwerfer von der Decke.


Exkurs und Einblick


Auch ein Exkurs nach Indien durfte nicht fehlen. Die Bollywood-Musik steckte auch Ursus zum Tanzen an. Er offenbarte, dass er regelmässig zum Psychiater gehe, um über die Probleme des Duos zu reden. Nadeschkin hätte ohne seine Anwesenheit auch über ihre Probleme gesprochen. Nadeschkin äusserte sich dazu: «Ich möchte wissen, was für Probleme ich habe, denn ich hatte bis jetzt keine.» Während der Show machte sich die Vergesslichkeit von Nadeschkin bemerkbar. Sie vergass sogar, was sie vergessen hatte. Nämlich, wie sich herausstellte, ihre Brille. Nadeschkin sagte: «Brillen fehlen uns nur, wenn sie uns fehlen.» Zum krönenden Abschluss rezitierte Ursus Goethes Gedicht «An den Mond». Nadeschkin langweilte dieses normale Vorlesen. Deshalb stattete sie Ursus mit Feuerschutzkleidung und einem Helm aus und stellte ihn auf ein «Solowheel». Auf dem Helm platzierte sie eine Fackel, die sie anzündete. Auf dem «Solowheel» musste Ursus Runden auf der Bühne fahren. Das Gedicht war zwar nur noch ein Nebeneffekt, das störte Nadeschkin aber nicht. Sie fand, dass der Inhalt nicht wichtig sei, solange die Verpackung stimme. Fazit des Abends: Ursus wäre ohne Nadeschkin nur halb so lustig.


Bote der Urschweiz / Céline Reichmuth

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

17.01.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/UHrsK4